Zugang zu Mailkonten gesperrt: Yahoo nimmt Kampf gegen Adblocker auf

Nach der Bild intensiviert nun auch Yahoo den Kampf gegen unerwünschte Werbeblocker. Wer einen Adblocker installiert hat, bekommt keinen Zugang zu Yahoo Mail.

(Foto: Uli-B - Fotolia)

Seit letzter Woche verwehrt Yahoo einigen Nutzern den Zugang zu ihrem Yahoo Mail Account. Der Grund: Sie nutzen einen Adblocker. Der Konzern hat nun bestätigt, Nutzer vorab per Pop Up-Meldung zu bitten, genutzte Werbeblocker abzuschalten. Tun sie dies nicht, bleibt der Zugang zu eigenen E-Mails gesperrt.

Wie die BBC berichtet, erklärt Yahoo die Maßnahme als Test, die einen kleinen Teil der amerikanischen Nutzer beträfe. Im Forum von Adblock Plus, den wohl bekanntesten und erfolgreichsten Werbeblocker, häufen sich jedoch Beschwerden, wonach der Zugang auch nach einer Deaktivierung des Werbeblockers gesperrt bleibe.

Mit Yahoo wehrt sich ein weiterer namhafter Internetanbieter gegen die Praxis des Werbeblockens. In Deutschland geht vor allem die Bild gegen die von Content-Lieferanten unerwünschte Software vor und sperrt deren Nutzer von den eigenen Inhalten aus. Auch beschäftigt die Thematik seit geraumer Zeit die Gerichte in Deutschland, die sich bislang immer auf die Seite des Adblock Plus-Betreibers Eneyo schlugen. Der Anbieter nimmt im Gegenzug Geld von seinen Kunden, um deren Werbung auf eine sogenannte »White List« zu setzen. Auf Seiten der Verlage wird das Vorgehen von Eneyo mit markigen Worten auch als »Raubrittertum« bezeichnet.

Kommentare (4) Alle Kommentare

Antwort von Johanna Jäger , 21:39 Uhr

Seit 25.11. komme ich mit meinem Samsung SGH-C 270 nicht mehr zu yahoo! REIN: Kann das damit zusammenhängen?

Antwort von Torsten Müller , 20:42 Uhr

@Andreas, wer jammert das er für einen Virenscanner im Monat auf 2-3 Flaschen Bier verzichten soll, weil ordentlicher Schutz halt auch etwas kostet, der Mietet sich auch keine Domain mit Email-Postfächern. Und wenn er dann noch hört das da 50 Mailpostfächer inklusive sind ist der normal sterbliche User vollkommen überfordert.

Antwort von PC-Flüsterer Bremen , 18:05 Uhr

Hierzulande dürfte kein denkender Mensch yahoo Mail benutzen: Unsicher (wurde wiederholt gehackt), extrem Verbraucher-unfreundlich, setzt sich offensiv über "do not track" hinweg, "nutzt" Metadaten und Inhalte der E-Mails der Benutzer. Ich persönlich schreibe aus diesem Grund nicht an yahoo Adressen (und andere aus USA) und weigere mich, Mails von solchen anzunehmen. - Hierzulande hat sich sogar der Branchenverband eco aus Sicherheitsgründen "für" Werbeblocker ausgesprochen, ganz konträr zur Strategie von BLÖD und anderen. Werbebanner sind immer wieder Träger von Schädlingen. Übrigens, als Alternative zum halbseidenen Adblock+ empfehle ich Adblock-Edge.