Neufassung des Programms Partner Edge: SAP verbessert das Partnermanagement

Die Gegenleistungen, die Partner bei SAP bekommen, richten sich nun nach dem Umfang des Gesamtgeschäfts, das sie mit Software dieses Herstellers machen. Das Programm Partner Edge unterscheidet dabei vier Rollen und vier Stufen.

»Alle bisherigen Partnerprogramme werden in die neue Generation von Partner Edge integriert.« Daniel Ciechanower, Global Vice President, Partner Programs and Processes bei SAP
(Foto: SAP)

Am 31. August 2015 ist nach eineinhalb Jahren Vorarbeit die erste Phase des neuen Partner-Edge-Programms von SAP an den Start gegangen. Wichtig war es Daniel Ciechanower, Global Vice President, Partner Programs and Processes bei SAP, auch die Partner-Ökosysteme der Hersteller einzugliedern, die SAP in jüngerer Vergangenheit übernommen hat, etwa das des Personalsoftware-Anbieters Concur. »Alle bisherigen Partnerprogramme werden in die neue Generation von Partner Edge integriert«, führt er im Gespräch mit CRN aus. Partner Edge ist bereits bisher das wichtigste Partnerprogramm des deutschen Softwareherstellers gewesen, daneben gab es spezielle Programme etwa für Entwickler oder das Geschäftsprozessmanagement.

Ins Leben gerufen wurde Partner Edge vor zehn Jahren für Value Added Resellers (VARs). »In der Zwischenzeit hat sich das Unternehmen sehr verändert«, erzählt Ciechanower und verweist auf die In-Memory-Technologie und das Cloud-Portfolio. »Um die neuen Möglichkeiten nutzen zu können, müssen sich auch die Partnerschaften ändern«, folgert er. Bislang galten die die erreichten Ansprüche auf Unterstützungsleistungen (benefits) nur im jeweiligen Programm. In der neuen Version von Partner Edge sind nun die Punkte, die ein Partner gesammelt hat, in allen vier möglichen Rollen gültig. Diese Rollen heißen Sell (indirekter Vertrieb), Service (Implementierung, Integration, Hosting), Build (Technologie- und Entwicklungpartner) und Run (Managed Hosting, Business Process Outsourcing). »Der Vorteil für die Partner ist, dass für sie jetzt alles einheitlich verfügbar ist«, erläutert der Manager. Das gilt etwa für den Zugang zu Trainings oder die Nutzung von Logos. Fachliche Differenzierungsmöglichkeiten gibt es weiterhin. Partner seien inzwischen oft in mehreren Rollen tätig, und nun werde ihr SAP-Engagement kumulativ gewürdigt. Für die Partner wird die Zusammenarbeit mit SAP einfacher, weil sie sich nur noch um ein rechtliches Rahmenwerk kümmern müssen. Neue Zertifizierungen sind nicht erforderlich. Intern wird bei SAP die Organisation der Partnerbetreuung entsprechend vereinheitlicht.

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