Vom Systemhaus zum Managed Service Provider: Die Zukunft spricht Managed Service

Wer seine Managed Service-Strategie ausbaut, betreibt Zukunftssicherung für sein Systemhaus.

(mf) Es gibt immer noch genügend Systemhäuser, die per Turnschuh-Administration und als Ad-hoc-Feuerwehr die IT-Probleme ihrer Kunden lösen. Mit diesem antiquierten Geschäfts­modell lässt sich durchaus noch Geld verdienen. Zunehmende Standardisierung und anspruchsvolle IT-Bezugskonzepte aus der Cloud samt Services werden aber dafür sorgen, dass solche Dienstleister immer weniger gefragt sind. Das alte Geschäft nicht zwangsläufig aufgeben, aber unbedingt die Grundlagen einer moderne IT-Bereitstellung jetzt legen, das ist die Herausforderung, vor der viele Systemhäuser stehen. Das eine – Managed Services – zu tun, ohne das andere zu lassen. Wie kann das gelingen?

Beim CRN Solution Day gaben Praktiker aus der Branche den rund 50 Teilnehmer wertvolle Tipps: Zur Auswahl der passenden Software, zu Preisen für Wartungsbausteine oder wann der richtige Zeitpunkt da ist, um mit Bestandskunden über den Wechsel von einem Wartungs- in einen Managed-Service-Vertrag zu reden. Auf dem Weg zum Managed Service Provider, so lukrativ und zukunftssicher er sein mag, sind einige harte Bretter zu bohren. Allein bei der Vertragsgestaltung lauern Tücken. Ein Beispiel: Dem Kunden muss klar sein, dass Aufgaben außerhalb der definierten SLAs nicht mit den Monatspauschalen abgedeckt sind. Gut, wer hier genau dokumentiert und vor allem seine Leistung transparent dem Kunden offenlegen kann. Aber auch wenn alle Systeme stets reibungslos funktionieren, was ja der Idealfall sein soll, empfiehlt Marcel Sternkopf vom IT-Dienstleister SecureHead, sich regelmäßig beim Kunden in Erinnerung zu bringen und das persönliche Gespräch zu suchen. Eines hat das diesjährige Event der CRN zum Thema Managed Services und Cloud deutlich gezeigt: Die nicht-technischen Faktoren beim Wandel vom Systemhaus zum Managed Service Provider – vor allem Vertrieb und interne Systemhausorganisation – sind mindestens genauso wichtig wie die Auswahl der Management-Software und gegebenenfalls eines Value Added Distri-butors, der mit seiner Cloud-Plattform Systemhäusern bei der Transformation ihres Portfolios in Richtung IT-Services unter die Arme greift.