Vom Systemhaus zum Managed Service Provider: Die Zukunft spricht Managed Service

Wer seine Managed Service-Strategie ausbaut, betreibt Zukunftssicherung für sein Systemhaus.

Strom, Wasser, IT

(Foto: CRN)

(mw) Nicht nur Systemhäuser suchen nach Geschäftsfeldern der Zukunft, auch Energieversorger sehen sich nach neuen Einkommensquellen um. Wie beide von einer Zusammenarbeit profitieren können, berichtet Boris Hajek, Gründer und Geschäftsführer der Losstech GmbH. Das norddeutsche Systemhaus hat ein Konzept entwickelt, dass Versorger zu Cloud-Providern macht. Die Nachfrage nach solchen Services sieht Hajek täglich bei seinen Kunden, deren IT oft ein über Jahre gewuchertes Sammelsurium im Keller sei, das sie gerne loswerden würden. Unternehmenskunden wollen keine neuen Server, sondern am liebsten nur einen E-Mail-Service beziehen.

Ein solches Konzept gebe es schon, so Hajek. Bei Strom oder Wasser hätten die Nutzer zu Hause auch keinen Generator stehen und keinen Admin, sondern würden nur die Ressource beziehen. Und nach diesem Konzept hat Losstech Cloud Blocks entwickelt, die Kunden modular zukaufen können – »wie Lego«. Die Rechenzentren dafür stellen Stadtwerke bereit. Mit dem Betreiberkonzept von Losstech könnten diese künftig auch die Ressource IT vermarkten. Und Systemhäuser können diese Ressourcen ebenfalls nutzen und auf dieser Basis ihren Kunden Service anbieten, erläutert Hajek – vom virtuellen Server bis zu Full Service. In Norddeutschland will Losstech mit fünf bis sieben Stadtwerken solche Blocks aufsetzen und auch Partnerverträge entwickeln. Für eine bundesweite Ausweitung des Konzepts mit weiteren Stadtwerken denkt Hajek über ein Franchise- oder Genossenschaftskonzept nach.