Microsoft nennt Verfallsdatum: Support für Windows 10 endet schon 2020

Kurz vor dem Start von Windows 10 hat Microsoft jetzt bekannt gegeben, wie lange der Support für das neue Betriebssystem laufen soll. Demnach endet der Mainstream-Support schon 2020, fünf Jahre später dann auch der Extended Support. Auf Unternehmen warten einige Fallstricke bei den Updates.

(Foto: Laurent Hamels - fotolia)

Gut eine Woche bevor der Rollout von Windows 10 beginnt, hat Microsoft jetzt eine der letzten noch ausstehenden Fragen zum, neuen Betriebssystem geklärt: Wie lange wird das System eigentlich unterstützt? Nachdem Microsoft selbst im Vorfeld immer wieder von »Windows as a Service« und dem »letzten Windows« gesprochen hatte, waren viele eigentlich davon ausgegangen, dass Windows über die kommenden Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt würde und damit eine deutlich höhere Lebensdauer erreicht, als seine Vorgänger. Doch weit gefehlt. Denn laut den offiziellen Ankündigungen zum »Support Lifecycle« ist Windows 10 in Sachen Lebensdauer doch nur ein weiteres Windows. Wie schon bei den Vorgängern soll der Mainstream Support für Windows 10 nach fünf Jahren auslaufen. Ab dem 13. Oktober 2020 wird es laut den aktuellen Plänen keine größeren Weiterentwicklungen mehr geben. Am 14. Oktober 2025 endet mit dem Erweiterten (Extended) Support dann auch die Auslieferung wichtiger Patches und Sicherheitsupdates.

Das einzige was sich damit neben den Bezahl- und Vertriebsmodellen beim Produktlebenszyklus und Support wirklich gravierend ändert, ist die Umstellung auf kontinuierliche Funktionserweiterungen statt der Entwicklung großer Service Packs in jahrelangen Abständen. Gerade in Zeiten des kontinuierlichen Wandels und ständig neuer Sicherheitsbedrohungen ist das eine wichtige und sinnvolle Veränderung. Allerdings ist diese Umstellung für die Nutzer auch mit neuen Pflichten verbunden. Denn wie sich im Kleingedruckten der Bestimmungen zum Support Lifecycle lesen lässt, haben nur solche Kunden Anspruch auf den Support, die auf dem jeweils aktuellen Stand sind. Während das für Privatnutzer kaum Relevanz hat, da die Home Edition sowieso alle Updates sofort automatisch einspielt, könnte diese Bedingung im Unternehmensbereich zu Problemen führen. Denn eigentlich sollten die IT-Verantwortlichen mit dem neuen »Windows Update for Business« relativ frei entscheiden können, ob und vor allem wann sie Aktualisierungen ausrollen. Damit wird sichergestellt, dass sich Updates ihre Fehlerfreiheit erst im Einsatz beweisen können, bevor sie auch in kritischen Bereichen ausgerollt werden. Diese Freiheit wird durch den Zwang zur Aktualität nun allerdings wieder um einiges beschnitten und die Zeitfenster für Wartungen dürfen nicht allzu groß, geschweige denn ganz ausgesetzt werden. Microsoft verspricht den Unternehmenskunden immerhin, dass der Rollout neuer Patches und Updates wesentlich vereinfacht werden soll und die altbekannten Kompatibilitätsprobleme, die bislang stets eingehende Tests durch die IT-Abteilung vor einem Update-Rollout erforderten, weitestgehend der Vergangenheit angehören werden.