Chancen und Risiken in der Lieferkette: Supply Chain Management oft ineffizient

Einer aktuellen Studie zufolge kämpfen Unternehmen in Industrie und Handel oft mit unzureichenden Werkzeugen und Prozessen gegen die steigende Komplexität in der Supply Chain. Effizienz wird hier zum Erfolgsfaktor im Wettbewerb.

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Im Auftrag des US-Unternehmens JDA Software, einem Hersteller von Applikationen im Segment Supply Chain Management (SCM), hat die Marktforschungsfirma Talant 255 Unternehmen der Branchen Fertigung und Handel in 17 Ländern befragt, um aktuelle Chancen und Risiken in der Lieferkette zu erkunden.

Als größtes Problem in der Produktionsplanung nennen 66 Prozent der Unternehmen die Diskrepanz zwischen der Absatz- und Umsatzplanung (S&OP) und deren operationaler Umsetzung. Beispielsweise beeinflussen Wetterveränderungen oder kurzfristige Ressourcenverknappung die reibungslose Abwicklung von Produktions- oder Zeitplänen. Auf Platz zwei der Sorgen folgen mit 64 Prozent häufige Planänderungen aufgrund schwankender Marktanforderungen wie kurzfristigen Abweichungen in Bestellungen oder veränderten Wünschen von Kunden. An der dritte Stelle der Nöte steht mit 47 Prozent der Nennungen die gewachsene Anzahl der Produktvarianten. Die fortschreitende Spezialisierung der Produkte und die kundenindividuelle Betrachtung führen zu steigender Komplexität, die manuell kaum mehr zu bewältigen ist. Aber noch arbeiten 62 Prozent der befragten Unternehmen mit Excel-Tabellen und manuellen Prozessen. Mit zeitgemäßen Software-Systemen ließen sich die Herausforderungen im Prinzip bewältigen. Außerdem optimieren 71 Prozent der Befragten ihre Produktion nur auf Werksebene oder regional und nicht über alle Produktionsstätten hinweg. Damit vergeben die Unternehmen der Studie zufolge die Chance, Prozesse zu optimieren, Kosten zu reduzieren und bessere Services anzubieten.