Virtuelle Fernbeziehung für monatlich 25 US-Dollar: Unsichtbare Freundin mit Kündigungsoption

Singles, die dem nervigen Nachfragen der Eltern oder Freunden nach einem möglichen Partner ein Ende setzen wollen, können dies nun dank eines ganz speziellen Service-Angebots: Einer simulierten virtuellen Fernbeziehung für 24,99 US-Dollar im Monat.

Wer mag kann sein Selfie hochladen und zur unsichtbaren Freundin werden
(Foto: Screenshot: invisiblegirlfriend.com)

Für Menschen, die wenig Interesse daran haben, eine feste Beziehung einzugehen oder die einfach nur genervt von Nachfragen der Eltern oder Freunden sind, gibt es nun eine einfache Lösung: Sie können sich über den Dienst »Invisible Boyfried«/«Invisible Girlfriend« eine virtuelle Fernbeziehung zulegen – für monatlich 24,99 US-Dollar. Der Nutzer kreiert auf dem Portal den Partner seiner Träume zunächst selbst: Name, Alter, Hobbies und Persönlichkeit. Passende Fotos stehen auch zur Auswahl – fertig.

In dem Paket enthalten sind 100 Text-Nachrichten, 10 Voicemails, ein handgeschriebener Brief, Fotos und eine personalisierte Geschichte der Beziehung. Wer keine Geschichte hat, kann mit Hilfe eines Text-Baukastens verschiedene Szenarien entwerfen. Mit dem Fundus an handfesten Beweisen einer Partnerschaft, soll der Kunde in der Lage sein »eine glaubhafte Geschichte« über den/die »unsichtbaren Freund/Freundin« erzählen zu können. So sollen auch skeptische Bekannte von der Beziehung überzeugt werden. Neben der virtuellen Kommunikation plant der Service für die Zukunft auch weitere Belege, wie beispielsweise Geschenke, personifizierte Briefe, Blumensendungen oder Verbindungen in den sozialen Medien. Nacktfotos stehen trotz zahlreicher Nachfragen jedoch nicht auf der Roadmap, wie die Betreiber der Seite betonen.

Dabei hat sich der Service Realitätsnähe auf die Fahnen geschrieben: Die Antwortzeiten können – wie im echten Leben – variieren. Natürlich kann man auch mehrere solcher Fernbeziehungen parallel führen. Wie im echten Leben benötigt man lediglich eine weitere E-Mail und Handy-Nummer, um einen neuen Account zu eröffnen. Eine Szene sollte durch den gehörnten Partner bei diesem Modell nicht zu erwarten sein.

Und noch einen Vorteil gibt es für die virtuelle Beziehung: Wenn man das Interesse verloren hat, kündigt man einfach den Account und hat seine Ruhe. Es handelt sich ja schließlich nur um eine Dienstleistung.

Bisher ist der Service nur für Nutzer mit US-amerikanischen oder kanadischen Handynummern möglich. Das Angebot soll aber auch in andere Länder ausgebaut werden.