Schnäppchenfalle Volumenlizenzen - nicht alles ist erlaubt: Aufgespaltene Volumenlizenen: USC rät zur Vorsicht!

Trotz einiger Gerichtsurteile gibt es beim Handel mit Gebrauchtsoftware noch immer reichlich Fallstricke. USC rät deshalb gerade bei aufgespaltenen Volumenlizenzen weiter zur Vorsicht.

USC-Geschäftsführer Peter Reiner warnt vor den Risiken beim Kauf von Volumenlizenzen (Bild: USC)

Gebrauchtsoftwarehändler USC warnt vor den nach wie vor bestehenden Risiken beim Kauf und Verkauf von aufgespaltenen Volumenlizenzen. Seit kurzem würde in den Medien wieder verbreitet, dass die Aufspaltung von Volumenlizenzen rechtsmäßig sei. »Diese Aussage ist unserer Meinung nach schlicht und einfach falsch«, warnt USC Geschäftsführer Peter Reiner. »Aus unserer Sicht nahezu fahrlässig, da sie dem gutgläubigen Verbraucher sehr, sehr teuer zu stehen kommen könnte.«

Die Behauptung, dass Volumenlizenzen aufgespalten werden dürfen, geht laut USC auf ein OLG-Urteil vom 18.12.2012 zurück, das Ende letzten Jahres noch einmal vom BGH bestätigt wurde. (CRN berichtete) Dieses Urteil betraf Adobe-Lizenzen, die laut dem Urteil grundsätzlich keine Volumenlizenzen sondern Einzelplatzlizenzen sind, die entsprechend einzeln verkauft werden können. Besonders pikant: Gegen die Aufspaltung von Volumenlizenzen hätte sich das OLG im selben Urteil bezugnehmend auf das Urteil des EuGH vom 3. Juli 2102 explizit ausgesprochen.

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Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Mark , 21:38 Uhr

Nutzungsrechte erwirbt man. Mehr nicht. Die Lizenz ein Produkt im definierzen Rahmen zu nutzen. Dazu wird niemand gezwungen. Programmieren Sie doch eine eigene Lösungen, setzen Sie dise durch hnd dtellen Sie diese OpenSource bei gleichem Funktionsumfang zur Verfügung bei gleichem Updatezyklus. Wahrscheinlich verdienen gerade Sie Ihre Brötchen zu einem nicht unerheblichen Teil durch Nutzung von MS Produkten.

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Antwort von Peter Lustig , 15:43 Uhr

Richtig. Problem ist der böse Käufer! Denn ohne diesen kann die Herstellerin weiterhin behaupten, das die Software ihr gehört. Was würde nur die Gerichtsbarkeit machen, wenn der Bäcker Ansprüche am bereits verdauten Mehl geltend machen würde?