Backup in virtualisierter Umgebung: Lamy produziert ausfallsicher

In der Fertigungsindustrie müssen IT-Systeme stets nutzbar sein – vierundzwanzig Stunden an sieben Tagen pro Woche. Der Schreibgerätehersteller Lamy änderte deswegen seine Datensicherungsstrategie.

Der Heidelberger Hersteller Lamy fertigt Schreibgeräte, die auf der ganzen Welt bekannt sind.
(Foto: Lamy)

Lamy ist mit einer Jahresproduktion von über sechs Millionen Schreibgeräten und einem Umsatz von mehr als 65 Millionen Euro nicht nur Marktführer in Deutschland, sondern auch eine weltweit bekannte Designmarke. Lamy ist ein unabhängiges Familienunternehmen, das 1930 von C. Josef Lamy in Heidelberg gegründet wurde. Seit 1952 gibt es die Marke Lamy. Das mittelständische Unternehmen beschäftigt heute in Heidelberg rund 400 Mitarbeiter. Dort befindet sich auch das firmeneigene Rechenzentrum, das von der Abteilung Prozess- und IT-Management sowie unterstützend von dem IT-Dienstleister Idicos betreut wird.

Um die Wirtschaftlichkeit des Rechenzentrums zu verbessern, entschied sich das Unternehmen für die Virtualisierung seiner Windows-Server. »Jeder Server kostet jährlich allein für Strom 1.000 Euro. Bei zwanzig Servern war das Grund genug, sich für eine virtualisierte Umgebung zu entscheiden. Und wir sprechen hier noch nicht über Kostenpunkte wie Wartung und Neuanschaffungen«, erklärt Albin Schänzle, Leiter Prozess- und IT-Management bei Lamy.

»Unterstützung suchten wir bei Idicos. Ich schätze die analytische Arbeitsweise der Berater, die für den Kunden die beste und wirtschaftlichste Lösung finden, auch wenn diese sich einmal nicht im Mainstream bewegt«, führt Schänzle weiter aus. Bei der vollständigen Virtualisierung der Server-Infrastruktur von Lamy wurde die Zahl der physischen Server von zwanzig auf zunächst drei reduziert. Zum Einsatz kommt die Virtualisierungssoftware des Herstellers VMware. Die Primergy RX300 Server von Fujitsu bilden die Basis für 25 virtuelle Maschinen mit geschäftsrelevanten Server-Anwendungen wie Lotus Domino von IBM. Nach einem Jahr kam zu den drei Hypervisoren ein vierter hinzu. »Zur Reduzierung des finanziellen und administrativen Aufwands virtualisierten wir später auch alle 180 Desktop-PCs«, erklärt Michael Melter, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Idicos.

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