Neue ERP-Version soll helfen: Epicor will den Channel ausbauen

Mit einer neuen Version seines ERP-Systems unternimmt der amerikanische Softwarehersteller Epicor einen weiteren Anlauf, im deutschsprachigen Raum einen Channel aufzubauen.

»Wir wollen wenige, aber dedizierte Partner.« Guido Heinz, Channel Manager Europe bei Epicor
(Foto: Epicor)

Epicor ist ein ERP-Hersteller, der im letzten Geschäftsjahr knapp eine Milliarde Dollar umgesetzt hat und mittelständische Unternehmen aus den Branchen Diskrete Fertigung und Distribution adressiert. Der weitaus größte Teil des Umsatzes entfällt auf das Heimatland USA, die Regionen Europe, Middle East, Africa (EMEA) sowie Asia Pacific (APAC) steuern jeweils etwa zehn Prozent bei.

Auf dem europäischen Festland hat der Hersteller drei Wachstumsmärkte identifiziert, wie Guido Heinz, Channel Manager Europe bei Epicor, im Gespräch mit CRN berichtet: den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz; DACH), Frankreich sowie Belgien, die Niederlande und Luxemburg (Benelux). In Großbritannien, wo die EMEA-Zentrale angesiedelt ist, sei man gut vertreten. In Skandinavien seien die Konkurrenten IFS und durch die Navision-Übernahme Microsoft sehr stark, in Südeuropa beeinträchtige die Wirtschaftskrise die Geschäfte.

Eigentlich vom Direktvertrieb her kommend, sollen in Europa die Partner für Wachstum sorgen. Das hat der Anbieter hierzulande freilich schon seit vielen Jahren vor – sehr weit ist man damit bislang nicht gekommen. Als 2008 die Version 9 des ERP-Systems Epicor auf den Markt kam, das sich durch Integration mit Microsoft-Technologien und die Unterstützung vom Smartphones auszeichnete, wurden vier Channel-Firmen als Partner gesucht. Stand heute gibt es in Deutschland einen einzigen Value-added Reseller (VAR): das Augsburger Software- und Beratungshaus SMC IT Solutions. Nach neun Monaten Partnerschaft ist nun der erste Deal unter Dach und Fach. »Bei ERP-Projekten dauern die Verhandlungen oft lange«, erläutert Heinz. Bis das System nach entsprechender Anpassung durch den Partner beim Kunden in Betrieb gehen kann, rechnet er nochmal ungefähr mit derselben Zeitspanne. In der Schweiz hat ERP ebenfalls einen einzigen VAR-Partner: das Beratungshaus Apconex.

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