SAP-Beratungsgeschäft verkauft: Software AG transformiert sich

Das Geschäft mit der Datenbank Adabas ist bei der Software AG rückläufig. Die neueren Produkte zur Anwendungsintegration und Geschäftsprozesssteuerung legen hingegen zu.

»Das zweistellige BPE-Wachstum bestätigt den eingeschlagenen Transformationskurs.« Karl-Heinz Streibich, CEO der Software AG (Foto: Software AG)

Die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahrs verliefen bei der Software AG durchwachsen. Umsatz und Gewinn gingen zurück, doch die Entwicklung lag im Rahmen des Erwarteten und das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose. Die Anleger reagierten dennoch enttäuscht: Der Aktienkurs sank nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um 3,7 Prozent.

Der weltweite Gesamtumsatz des zweitgrößten deutschen Softwareherstellers Software AG erreichte im ersten Quartal 2014 208,9 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 224,9 Millionen gewesen. Die negativen Währungseffekte summierten sich auf 9,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (non-IFRS) betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode 43,0 Millionen Euro (Vorjahr: 48,9 Millionen Euro), die operative Ergebnismarge (non-IFRS) erreichte 21 Prozent – 2013 waren es 22 Prozent gewesen. Das EBIT betrug 30,5 Millionen Euro statt wie im Vorjahr 41,6 Millionen. Der Nettogewinn nach Steuern erreichte 18,6 Millionen Euro, 2013 waren es 27,2 Millionen gewesen.

Durch den Verkauf des SAP-Beratungsgeschäfts reduzierten sich die Consulting-Erlöse um 7,6 auf 62,5 Millionen Euro. Entsprechende Aktivitäten in Nordamerika und Osteuropa waren im vergangenen Jahr abgestoßen worden. Im März 2014 folgte die Veräußerung der SAP-Beratung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo mit zirka 500 Mitarbeitern ein Jahresumsatz von rund 64 Millionen Euro erlöst wurde, an die Saarbrücker Scheer Group. Die SAP-Beratungssparte war durch die Übernahme des Softwareherstellers IDS Scheer ins Unternehmen gekommen. »Als Software-Produkthaus konzentrieren wir uns auf das eigene Portfolio und erzielen höhere Margen im Vergleich zu Beratungsleistungen für Fremdprodukte«, erläuterte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt.

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