Stellenabbau soll Kosten senken: Fujitsu-Mitarbeiter ausgelagert

Rund 1.000 Stellenstreichungen sieht der Fujitsu-Umbauplan »Jupiter« in Deutschland vor. Die Transfergesellschaft hat ihre Arbeit aufgenommen.

Fujitsu-Deutschland-Chef Jürgen Walter: Will das Geschäftsmodell auf Services und Lösungen ausrichten (Foto: Fujitsu)

Die im Rahmen der im Februar von Fujitsu verkündeten Sanierung mit einem Abbau von weltweit 5.500 Stellen (CRN berichtete) nimmt Gestalt an. Die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft in Deutschland, hat ihre Arbeit aufgenommen. Wie viele der rund 1.000 Beschäftigten, die Fujitsu hierzulande abbauen will, dort für neue Arbeitgeber fit gemacht werden, ist nicht bekannt. Der Abbau sieht auch Aufhebungsverträge und Teilzeitvereinbarungen vor. Betriebsbedingte Kündigungen will Fujitsu derzeit nicht ins Auge fassen. Gewerkschaftsinformationen zufolge, könnte es dazu aber noch kommen, falls durch freiwillige Vereinbarungen nicht die von Fujitsu anvisierten Kostenziele erreicht würden.

Deutschland-Chef Jürgen Walter will bis Ende des Geschäftsjahres 2015 die jährlichen Ausgaben um 150 Millionen Euro senken. Der Einschnitt soll die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität von Fujitsu erhöhen. Der Hersteller will sein Geschäftsmodell mehr in Richtung IT-Services und Lösungen ausrichten. Dazu zählt auch, das Hardware-Portfolio »hinsichtlich einer besseren Rentabilität stärker auszubalancieren«, wie Walter wenig konkret ausführt. Weiter heißt es dazu, Fujitsu wolle weiterhin ein sehr breites Hardware-Portfolio anbieten – über mobile Endgeräte bis hin zu Mainframes.