Eine Milliarde Dollar als Umsatzziel: Veeam will das Portfolio erweitern

Der Virtualisierungsspezialist Veeam Software will den Umsatz vervierfachen und holt deshalb einen Kapitalanleger an Bord.

Ratmir Timashev, CEO und President von Veeam (Foto: Veeam)

Veeam Software kommt gut voran. In diesem Jahr wird der weltweite Umsatz schätzungsweise um 55 Prozent auf 250 Millionen Dollar steigen, letztes Jahr lag das Wachstum bei 62 Prozent. Doch Ratmir Timashev, CEO und President des Herstellers, will ein größeres Rad drehen: Sein neues Ziel ist die Umsatzmilliarde. Dafür dürfte das bisherige Produktportfolio nicht ausreichen.

Die Kapitalanlagegesellschaft Insight Venture Partners soll nun helfen, zusätzliche Geschäftsfelder zu identifizieren, und auch finanziell unterstützen. Michael Triplett, Managing Director dieser Firma, wurde deshalb Teilhaber und Mitglied im Vorstand des in Privatbesitz befindlichen Unternehmens. In Betracht kommt der Bereich Datenmanagement. Neu an Bord geholt hat Veeam unlängst außerdem Peter Ruchatz als Chief Marketing Officer, der zuletzt als Vice President Marketing Central Europe für Salesforce.com tätig war.

Bislang ist Veeam auf Tools für Backup und Replikation in virtualisierten Umgebungen ausgerichtet und unterstützt neben dem Hypervisor des Marktführers VMware auch den des Konkurrenten Microsoft. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs konnte Veeam den Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verdoppeln, der Umsatz mit neuen Lizenzen stieg um 96 Prozent. Die Werkzeuge für Microsofts Hyper-V wuchsen gar um 299 Prozent.

Die Virtualisierung der meist schlecht ausgelasteten Windows-Server ist seit Jahren ein Selbstläufer, der Hype um das Cloud Computing befeuert den Markt zusätzlich. Zur Verwaltung der komplexen virtualisierten Strukturen werden Werkzeuge auch für heterogene Umgebungen gebraucht. Die Hypervisor-Hersteller sind jedoch vor allem auf die jeweils eigene Software-Welt ausgerichet.