IT-Sicherheit: Hacking:
Britischem Hacker drohen 70 Jahre Haft
Der 43-jährige Brite Gary McKinnon, der vor sieben Jahren »auf der Suche nach beweisen für UFOs« in Computersysteme des US-Militärs und der NASA eingedrungen war, wehrt sich gegen seine anstehende Auslieferung in die USA: Dort drohen im bis zu 70 Jahre Haft.
Der britische Innenminister Alan Johnson hat entschieden, den Hacker Gary McKinnon, der in der Jahren 2001 und 2002 mehrfach in Computersysteme des amerikanischen Militärs sowie der Raumfahrtagentur NASA eingedrungen war, an die Vereinigten Staaten von Amerika auszuliefern. In den USA drohen ihm für diese Vergehen bis zu 70 Jahre Haft wegen terroristischer Angriffe auf die Sicherheit des Landes.
Wird nun doch in die USA abge-schoben: der britische HackerGary McKinnon.
Der 43-jährige wehrt sich allerdings gegen seine Auslieferung und will die Entscheidung anfechten. Dass er damit erfolgreich sein könnte, ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, nachdem auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Abschiebung vor einem Jahr bereits als rechtens bestätigt hatte.
McKinnon hatte stets bemängelt, dass er 2002 in England zwar verhaftet worden, aber nie angeklagt worden wurde. Außerdem beruft er sich in seiner Verteidigung darauf, dass er an einer seltenen Form des Autismus leide und damit höchstens eingeschränkt schuldfähig sei.
Etwas skurril wirkt seine Begründung für den virtuellen Einbruch bei den Geheimnisträgern: Er habe auf den Rechnern der US-Dienste lediglich Beweise für die Existenz von UFOs gesucht, betonte der Hacker bei seinen Vernehmungen. Die US-Behörden werfen ihm hingegen vor, kurz nach dem 11. September (2001) auch Daten gelöscht und Militär-Rechner lahmgelegt zu haben.
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