Datenklau von Staats wegen:
US-Zoll darf mobile Rechner beschlagnahmen
Geschäftsleute, die in die USA reisen, müssen sich auf neue Unannehmlichkeiten einstellen. Der US-Zoll hat die Vollmacht erhalten, mobile Rechner, Smartphones oder Multimedia-Player ohne Angabe von Gründen und auf unbestimmte Zeit zu beschlagnahmen.
Laut einer neuen Regelung des US-Heimatschutzministeriums [1] ist die Beschlagnahme von Notebooks an der Grenze rechtens, selbst dann, wenn kein konkreter Verdacht gegen einen Reisenden besteht.
Der US-Zoll kann ohne Begründung die mobilen Rechner von Reisenden beschlagnahmen, und das für einen unbegrenzten Zeitraum. (Foto: ToshibaPortege M400).
Die Beamten der Zollbehörde dürfen zudem die Daten, die auf den Rechnern von verdächtigen Personen vorhanden sind, an andere Behörden und sogar Privatunternehmen zur Entschlüsselung und Auswertung weitergeben. Das öffnet der staatlich geduldeten beziehungsweise geförderten Wirtschaftsspionage Tür und Tor, vor der kürzlich unter anderem das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz [2] gewarnt hat.
Auch das Verschlüsseln von Informationen auf den mobilen Geräten hilft nicht weiter. Im Gegenteil: Wer Daten verschlüsselt, macht sich unter Umständen erst recht verdächtig. Dabei raten Sicherheitsexperten dringend zu solchen Sicherheitsmaßnahmen, damit sensible Informationen nicht in fremde Hände geraten, etwa wenn ein Rechner oder Smartphone gestohlen wird.
Auch China und Russland wollen an Daten von Geschäftsreisenden
Die Regelung der US-Zollbehörde ist bereits seit einiger Zeit in Kraft, wurde aber erst jetzt öffentlich bekanntgegeben. Betroffen von der potenziellen Beschlagnahme sind Notebook-Rechner, Handys, Smartphones, Audio- und Videogeräte sowie alle Arten von gedrucktem Material, von Büchern bis hin zu Präsentationen.
Doch nicht nur die USA zeigen sich besonders neugierig, wenn es um mobile Geräte von Reisenden geht. Russland und China haben vergleichbare Regelungen erlassen.
China hat beispielsweise den Einsatz von Hard- und Software für die Datenverschlüsselung untersagt. Selbst ausländische Geschäftsreisende dürfen auf ihren Notebooks keine Dateien in verschlüsselter Form ablegen.
Weigert sich der Besitzer eines mobilen Rechners, die Informationen zu entschlüsseln, können die chinesischen Behörden das System beschlagnahmen oder zerstören. Das ist laut Verfassungsschutz bereits vorgekommen, vor allem bei Mitarbeitern von mittelständischen deutschen Unternehmen.
[1] http://www.dhs.gov/index.shtm
[2] http://www.verfassungsschutz.bayern.de
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Chefs versagen im zwischenmenschlichen Umgang
Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit ihren Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI).
