Job:
Das nervt am meisten
Kaum zurück aus dem Urlaub und schon wieder gefrustet? Die Gründe dafür sind weltweit gleich: Viele Beschäftigte ärgern sich über fehlende Aufstiegschancen trotz guter Leistung und eine mangelhafte Kommunikation, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Zu wenig Aufstiegschancen, mangelhafter Draht zum Chef und zu viel Arbeit ärgern die meisten Beschäftigten. (Foto: mr.poosty/photocase.com)
Auch ein zu hohes Arbeitspensum nervt gewaltig, hat Regus [1] bei der Befragung von 15.000 Beschäftigten in 75 Ländern herausgefunden. Ebenfalls ärgerlich finden es Mitarbeiter weltweit, wenn »ihr« Unternehmen über keine Firmenvision verfügt.
Auch bei den deutschen Arbeitnehmern sieht das nicht viel anders aus: Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) hierzulande hat angegeben, nicht bei einer Firma bleiben zu wollen, in der die Kommunikation mit dem Management mangelhaft ist. 43 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland haben zudem erklärt, dass fehlende Aufstiegsmöglichkeiten für sie der wichtigste Grund für den Wunsch sind, sich nach einem anderen Job umzusehen. 36 Prozent würden kündigen, wenn ihrem Unternehmen die strategische Vision fehlt. Zuviel Arbeit ist für knapp ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer Anlass, über einen Jobwechsel nachzudenken.
Unfreundliche und inkompetente Kollegen
27 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland würden sogar wegen unfreundlicher Kollegen kündigen. Auch inkompetente Kollegen, mangelnde administrative Unterstützung und fehlende Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen für Frust im Job. Auf den hinteren Plätzen bei den deutschen Beschäftigten rangieren rein äußere Bedingungen wie unansehnliche Räumlichkeiten, der Standort des Arbeitgebers und eine schlechte Büroinfrastruktur.
Gefragt nach einem speziellen Wunsch an ihren Arbeitgeber, haben Mitarbeiter international unterschiedliche Wünsche. Zwar steht in den meisten Ländern eine Gehaltserhöhung auf Platz eins, doch wünscht sich beispielsweise die Mehrheit der mexikanischen Angestellten eine private Krankenversicherung durch das Unternehmen, chinesische Beschäftigte hingegen flexiblere Arbeitszeiten. In Deutschland sprachen sich 44 Prozent für eine Gehaltserhöhung, ein gutes Drittel für drei zusätzliche Urlaubstage und 30 Prozent für eine Rentenerhöhung um 2,5 Prozent aus. Außerdem zeigte sich, dass keine andere Nation eine subventionierte Kinderbetreuung am Arbeitsplatz so sehr favorisiert wie die Deutschen. Ein Fünftel der Befragten gab diese Unternehmensleistung als Wunsch an, weltweit sind es nur 10 Prozent. Vergleichsweise wenig Wert legen Angestellte hierzulande auf einen kurzen Arbeitsweg: Weniger als 10 Minuten zu Fuß zur Arbeit zu brauchen, ist nur für 16 Prozent erstrebenswert. Im globalen Durchschnitt sind es 22 Prozent. Dafür würden sich die Deutschen über flexiblere Arbeitszeiten (28 Prozent) und eine private Krankenversicherung durch die Firma (27 Prozent) freuen.
[1] http://www.regus.de/
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