Gartner zu den weltweiten IT-Ausgaben:
IT-Markt: Gartner korrigiert Wachstumsprognose

von Ulrike Garlet (ulrike.garlet@crn.de)

17.08.2010

Die Analysten von Gartner sind nicht mehr so optimistisch wie Anfang des Jahres. Statt eines Wachstums von 4,1 Prozent gehen sie nun davon aus, dass die IT-Ausgaben 2010 nur um 2,9 Prozent steigen werden. Nicht alle Branchen werden dabei gleich spendabel sein.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

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Der IT-Markt ist zurück auf Wachstumskurs. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass nach dem Krisenjahr 2009 in diesem Jahr alle Branchen wieder zu Wachstum zurückfinden. Die Gartner-Anlysten rechen damit, dass die weltweiten IT-Ausgaben von Unternehmen in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von 2,4 Billionen Dollar erreichen. Das entspräche einem Wachstum von 2,9 Prozent.

Damit haben die Analysten von Gartner ihre Wachstumsprognosen allerdings nach unten korrigiert. Anfang des Jahresn hatten sie noch ein Waschstum von 4,1 Prozent erwartet. Im Jahr 2009 allerdings haben Unternehmen weltweit nur 2,3 Billionen Dollar für IT-Investitionen ausgegeben. Das entsprach einem Rückgang von 5,9 Prozent gegenüber 2008.

Hohe Ausgaben bei Energieversorgern

Die höchsten Ausgaben für IT wird sich auch in diesem Jahr den Prognosen von Gartner zufolge mit rund 390 Milliarden Dollar der Bankensektor leisten. Die höchste Wachstumsrate erwarten die Gartner-Analysten mit 4,7 Prozent allerdings bei Energieversorgungsunternehmen und mit vier Prozent bei nationalen und internationalen öffentlichen Auftraggebern. Auch Medien- und Serviceunternehmen dürfen in diesem Jahr recht spendabel sein und ihre IT-Ausgaben um 3,6 Prozent steigern. Am unteren Ende der Skala stehen dagegen lokale und regionale öffentliche Auftraggeber sowie Unternehmen aus dem Transportwesen. In den beiden Branchen erwartet Gartner einen Anstieg der IT-Ausgaben nur um 1,7 beziehungsweise 1,9 Prozent.

Für das Jahr 2011 geht Gartner von einem Wachstum der IT-Ausgaben um 3,5 Prozent aus. Allerdings empfehlen die Analysten IT-Unternenmen, die wirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf die IT-Ausgaben mit Vorsicht zu beobachten. »Technologiefirmen müssen für den schlimmsten Fall vorbereitet sein, in dem die IT-Märkte stagnieren und sich öffentliche Auftraggeber einen Sparkurs auferlegen«, sagt Kenneth Brant, Research Director bei Gartner. Er empfiehlt Technologiefirmen auch weiterhin auf IT-Lösungen zu setzen, die eine Kostenoptimierung bieten.

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