Individuelle Kundenansprache:
Thema der Woche: Werbung und Transaktionsdruck, Teil 2
Mit Transpromo-Konzepten sprechen Sales- und Marketingabteilungen Anwender ganz direkt an. Network Computing hat sich mit sieben Herstellern aus dem Druckbereich über ihre Ansätze unterhalten. Im zweiten Teil folgen nun die Statements von Kodak, Océ, Profiforms und Sharp.
Persönliche Schreiben wie Rechnungen versieht Transpromo mit angepassten Werbebotschaften versehen. Diesen ist damit eine große Aufmerksamkeit des Adressaten sicher. Denn solche Post nimmt ein hoher Prozentsatz der Leser ein oder sogar zweimal in die Hand. Dies macht Transpromo so attraktiv. Die Aussagen von Hewlett-Packard, Ricoh/IBM und Xerox finden Sie im ersten Teil [1].
Network Computing: Welches sind aus Ihrer Sicht die drei besten strategischen Argumente, um die Verantwortlichen in den Unternehmen auf das Thema farbiger, personalisierter Transpromo-Druck anzusprechen?
Manfred Dreissinger, Sales-Director Inkjet-Printing-Solutions D/A/CH bei Kodak
Manfred Dreissinger, Sales-Director Inkjet-Printing-Solutions D/A/CH bei Kodak: Aus unserer Sicht gibt es zwei strategische Vorteile: Das sind zum einen die Kosteneinsparungen durch Transpromo. Unternehmen schicken zusammen mit der Regelkommunikation, die sie ohnehin betreiben, mit Hilfe von Transpromo Informationen, Angebote oder Rabatte an die Kunden. Zum anderen ermöglicht Transpromo eine positive Kundenansprache über das Customer-Relationship-Management (CRM) eines Unternehmens.
Michael Krebs, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich Production-Printing bei Océ Deutschland: 1. Transpromo funktioniert: Das zeigen hohe Feedbackquoten bei Testläufen in Europa und bei laufenden Anwendungen in den USA. 2. Transpromo hilft Geld zu sparen: Statt eines beigelegten Flyers lässt sich die gleiche Botschaft besser direkt und voll personalisiert mit der Rechnung transportieren. 3. Mit Transpromo-Kommunikation lassen sich insbesondere Cross- und Upselling-Maßnahmen exzellent unterstützen.
Torsten Bechler, Product-Manager Information Systems bei Sharp Electronics Deutschland/Österreich: Ich sehe hier als erstes den praktischen Nutzen einer bisher ungenutzten Fläche, die jeden Kunden auch erreicht. Zum zweiten wird die Wahrnehmung extrem gesteigert, da das Auge den farbig herausstechenden Abschnitt als erstes und auch intensiver wahrnimmt. Als dritten Vorteil gibt es ganz klar den über die Kommunikationsmaßnahme erzielten Mehrumsatz mit im Verhältnis dazu geringen Produktionskosten.
Holger Schröder, Geschäftsführer bei Profiforms Projekt: 1. Erst einmal die Effizienz der Werbung: Mit einer Transpromo-Aussendung wird ein bis zu achtmal besserer Werbeeffekt erzielt als mit vergleichbaren Flyern oder Beilagen. Zweites Argument sind die Kosten. Ein dritter Vorteil sind die Flexibilisierung und Industrialisierung des Druckens: Kunden benötigen kein bedrucktes Papier mehr. Alle Dokumente lassen sich auf jedem Farbdrucker und weißem Papier ausgeben.
Network Computing: Welche technischen Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen, um Transpromo-Dokumente zu drucken?
Michael Krebs, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich Production-Printing bei Océ Deutschland
Dreissinger: Entscheidend ist das Data-Mining. Die Verantwortlichen müssen dazu die technischen Voraussetzungen erfüllen. Weiter gilt es die Kundendaten zu analysieren, individuelle Angebote und Anschreiben zu erstellen und diese für den Farbdruck aufzubereiten. Offensichtlich muss der Workflow in der Lage sein, diese CRM-Prozesse zu integrieren. Außerdem gehört dazu, die Dokumente in Vollfarbe für unsere VL2000- oder VT3000-Systeme bereitzustellen.
Schröder: Im Softwarebereich sind drei Elemente entscheidend: das Transaktiondruck-System, die digitale Drucktechnologie und das Data-Mining. Kommen diese Komponenten in einem Output-Management-System zusammen, kann man von »Transpromo-Fähigkeit« sprechen. Der Hardwarebereich lässt außer Haus geben. Die Druckaufbereitung für Transpromo schafft ideale Voraussetzungen für Outsourcing.
Bechler: Auf der Produktionsseite gibt es mehrere Möglichkeiten: Ein leistungsfähiges Farbgerät, wo alles produziert wird. Zum anderen kann ein leistungsfähiges Schwarz-Weiß-System für große Volumen zum Einsatz kommen, mit dem die Masse produziert wird. Erst dann erfolgt die farbige Personalisierung. Passend dazu benötigen Unternehmen eine Software zu Steuerung des Prozesses und der korrekten Anbindung an bestehende CRM-Systeme und Datenbanken.
Krebs: Wer große Kundengruppen anspricht, muss nur in seine Datenbank investieren, damit die Informationen für die Personalisierung vorhanden sind. Die Hardware für den Druck steht beim Dienstleister. Wichtig sind also gute Schnittstellen in die Druckerei. Wer selber drucken will, braucht hochwertige Produktionssysteme und eine leistungsfähige Produktions- und Dokumenten-Management-Software.
Network Computing: Sind die in den Unternehmen implementierten Geschäftsprozesse ausreichend, um einen erfolgreichen Transpromo-Druck zu realisieren?
Holger Schröder, Geschäftsführer bei Profiforms Projekt
Schröder: Transpromo-Anwendungen sind solche mit eigenständigen Geschäftsprozessen. Aber alle Unternehmen, die die veränderte Rolle eines Dokuments vom reinen Spoolfile zum geräteunabhängigen Workflowdokument erkannt haben, besitzen heute passende Geschäftsprozesse. Diese lassen sich leicht durch Transpromo ergänzen.
Bechler: Einfacher Transpromo-Druck ist auch mit der Windows-Serienbriefoption möglich. Sharp empfiehlt aber den Einsatz einer professionellen Anwendungslösung. Nur damit lässt sich ein möglichst gutes Ergebnis erzielen und die Kompatibilität mit anderer Software, Datenbanken sowie Drucksystemen gewährleisten. Auch hier schwanken die Vorraussetzungen enorm und es bedarf einer individuellen Abwägung.
Krebs: Auch das kann lässt sich nicht pauschal beantworten: Es hängt vom Unternehmen und der jeweiligen Anwendung ab. Wichtig ist, dass Marketing, Vertrieb und IT eng zusammenarbeiten. Dabei geht es etwa darum, aus den vorhandenen Daten Anwendungen zu entwickeln. Oder es muss für geplante Anwendungen die Datenbasis zusammenzutragen werden. Letztendlich dreht es sich darum, Investitionen in CRM-Systeme zu ihrem Return-on-Investment zu verhelfen.
Dreissinger: Die Schwachpunkte sind häufig die Datenanalyse und die Datenaufbereitung. Zu unserem Angebot gehört die Analyse: Wo sind die Daten gespeichert und wie lassen sich diese in den CRM- und
Druckprozess einspielen.
Network Computing: Mit welchem Aufwand müssen die Anwender bei der Implementierung der für den Transpromo-Druck benötigten Hardware – von der Beratung bis zum Ausrollen der Lösung – rechnen?
Torsten Bechler, Product-Manager Information Systems bei Sharp Electronics Deutschland/Österreich
Bechler: Im Idealfall bedarf es nach der Geräteaufstellung nur noch der passenden Implementierung in die vorhandene Software und kleinerer Maßnahmen. Die reine Hardwareausrollung inklusive aller Zuschießeinheiten und Finisher fällt umso leichter, je besser und intensiver die vorherige Bestandsaufnahme war. Deshalb sollte viel Wert auf die korrekte Beschreibung von Bestand und Wunsch des Kunden gelegt werden.
Dreissinger: Der normale Zeitrahmen einschließlich Expertengesprächen und Tests liegt bei durchschnittlich einem Jahr. Wenn die Hardware installiert ist, müssen die Kunden noch einmal mit etwa zwei Monaten Lernphase rechnen. Dann sind sie in der Lage sind, den Output so zu erstellen, wie es gewünscht ist.
Schröder: Wir empfehlen das Outsourcing an einen Druckdienstleister. Die Transpromo-Drucke lassen sich leicht außer Haus geben, da sie kein bedrucktes Papier benötigen. Ein Druckdienstleister bietet zudem den Vorteil, dass er in einem Lauf Dokumente für viele Kunden drucken. Außerdem kann er das Porto bestmöglich gestalten. Der Kunde profitiert von dieser Industrialisierung und spart Kosten.
Krebs: Wie oben geschrieben kommt es auf die vorhandene Infrastruktur und die Menge der zu druckenden Transpromo-Dokumente an. So individuell wie ein Dokument sein kann, so unterschiedlich sind die Lösungen und der damit verbundene finanzielle und personelle Aufwand.
[1] thema-der-woche-werbung-mit-transaktionsdruck-verknuepfen/
- 1. Seite: Thema der Woche: Werbung und Transaktionsdruck, Teil 2
- 2. Seite: Thema der Woche: Werbung und Transaktionsdruck, Teil 2 (Fortsetzung)
- 3. Seite: Thema der Woche: Werbung und Transaktionsdruck, Teil 2 (Fortsetzung)
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