Überschätzte Fähigkeit:
Weder Frauen noch Männer sind echte Multi-Tasker

von Folker Lück (folker.lueck@crn.de)

17.08.2012

Aktuellen Untersuchungen zufolge sind weder Frauen, noch Männer multitasking-fähig. 98 Prozent verlieren bei gleichzeitigen Aufgaben an Effizienz. Auch Mobiltelefone und PC machen uns langsamer, weil sie uns ständig ablenken.

Smartphonenutzerin: Unser Intelligenzquotient wird durch Multitasking vorrübergehend um zehn Prozent reduziert. (Foto: Vodafone)

Die amerikanische Fachzeitschrift Harvard Business Review räumt mit dem Märchen von der Multitasking-Fähigkeit auf: Jede zusätzliche Aufgabe, die wir parallel erledigen müssen, senkt unsere Produktivität um 40 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Unser Intelligenzquotient wird durch Multitasking vorrübergehend um zehn Prozent reduziert. Das Wissenschafts-Blatt spricht davon, dass viele parallel zu erledigende Aufgaben auf unseren Körper die gleichen Auswirkungen haben wie eine schlaflose Nacht oder der Konsum von Marihuana.

Auch mobile Endgeräte und Computer sorgen dafür, dass wir nicht etwa produktiver, sondern langsamer werden: Wie OnlineCollege.org berichtet, wird ein Arbeitnehmer am Computer im Durchschnitt alle 10,5 Minuten von seiner eigentlichen Aufgabe abgelenkt. Schüler, die in der Schule am Notebook arbeiten dürfen, rufen im Schnitt 62 Prozent Webseiten auf, die nichts mit dem Unterricht zu tun haben.

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