Studie der Grünen: Absichtliche Defekte in Elektro-Geräten

Laut einer Studie der Grünen-Bundestagsfraktion bauen viele Hersteller bewusst Schwachstellen in ihre Geräte, um Defekte hervorzurufen und den Kunden damit zu einem Neukauf zu bewegen.

Der getrickste Verschleiß soll zu enormen Müllbergen führen (Bild: Pixelio/Karl-Heinz Laube)

Wenn ein Gerät kurz nach dem Ablauf der Garantie den Geist aufgibt, ist dies sicher ärgerlich, aber nur ein unglücklicher Zufall. Eine Studie der Bundestagsfraktion der Grünen könnte jetzt das Gegenteil beweisen. Diese soll belegen, dass viele Hersteller absichtlich materielle Schwachstellen verbauen, um Defekte hervorzurufen. Zusätzlich sollen laut der Saarbrückener Zeitung technische Tricks zum Einsatz kommen, um die Lebensdauer der Geräte drastisch zu verkürzen. Betroffen sind angeblich so gut wie alle elektrischen Produkte, vom Kopfhörer über den Drucker, bis hin zu Großgeräten wie Waschmaschinen und Geschirrspülern. Letztendlich soll der künstlich generierte Verschleiß den Kunden zu einem baldigen Neukauf bewegen.

Laut der Studie fallen über diese Manipulation mehrere Milliarden Euro an Kosten für den Verbraucher an. Die Grünen kreideten zusätzlich an, dass die vorzeitigen Defekte zu einem enormen Müllberg führten. Als Konsequenz dieser Studie fordern die Politiker schnellstmöglich eine Überarbeitung des »Gewährleistungs- und Garantierechts«.