1+1=Multichannel: EP bringt Weiße Ware zu Notebooksbilliger

Der Einstieg der Verbundgruppe Electronic Partner beim Etailer Notebooksbilliger ist von langer Hand vorbereitet, seit Monaten wurde im Vorfeld verhandelt. Unter anderem will Notebooksbilliger dadurch ins Geschäft mit Weißer Ware einsteigen.

Durch den Einstieg von EP erhofft sich Notebooksbilliger besseren Zugang zu Weißer und Brauner Ware. (Bild: CRN)

Zwei Wochen nachdem die Verbundgruppe Electronic Partner EP sich überraschend am Etailer Notebooksbilliger beteiligt hat, werden nun erste Details zu gemeinsamen Plänen bekannt. Demnach soll die Partnerschaft auf beiden Seiten jeweils fehlende Vertriebsstrukturen und auch Produktwelten ausgleichen. EP bekommt so einen Onlinekanal für seine Produkte, ohne den eigenen Läden direkt Konkurrenz machen zu müssen. Notebooksbilliger kann dafür sein Sortiment deutlich erweitern, um künftig nicht gegen Riesen wie Amazon und Ebay ins Hintertreffen zu geraten.

Konkret erhofft sich Notebooksbilliger durch die Nähe zu EP etwa eine starke Starthilfe für den Einstieg ins Geschäft mit Weißer und Brauner Ware. So soll das Angebotsportfolio ausgeweitet werden, um modernen, von Onlinewarenhäusern geprägten, Kundenansprüchen an den Online-Elektronikhandel gerecht zu werden. Die Integration der entsprechenden Produkte von EP in den Onlineshop wird gerade vorbereitet. Wie weiter zu erfahren war, sollen darüber hinaus allerdings auch einige neue Distributoren in die Supply-Chain aufgenommen werden. Ob auch die EP-Händler glücklich sind, dass über Notebooksbilliger nun auch noch Weiße Ware vertrieben wird, und damit quasi eine externe Konkurrenz aus eigenem Hause entsteht, darf hingegen bezweifelt werden. Erste Reaktionen aus dem Umfeld der EP-Händler gegenüber crn.de fielen jedenfalls eher negativ aus. Bisher sehen die Händler für sich keine unmittelbaren Vorteile in der Kooperation.

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben sich die Verhandlungen zwischen EP und Notebooksbilliger in München rund ein halbes Jahr hingezogen. Im Vergleich zu vorherigen Versuchen von Notebooksbilliger sich entsprechende Kontakte und Vertriebswege für Weiße Ware aufzubauen scheint dies nach den Schilderungen der Beteiligten aber dennoch fast schon eher ein Spaziergang gewesen zu sein.