Kindle und Co. machen Büchern Konkurrenz: Boomender Absatz bei E-Readern

E-Reader werden immer beliebter. Laut Bitkom ist der Absatz der Geräte 2012 um fast 250 Prozent gewachsen. Möglich macht das ein einfaches Konzept der Anbieter.

E-Book-Reader werden immer beliebter. © Amazon

Die Deutschen lesen immer ihre Bücher immer häufiger auf E-Book-Readern. Im Jahr 2012 scheinen die Verkaufszahlen förmlich zu explodieren. So werden nach aktuellen Prognosen des Hightech-Verbands BITKOM dieses Jahr rund 800.000 E-Reader verkauft, was einem Anstieg von 247 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit steigt auch der Umsatz mit den Geräten um 163 Prozent auf 78 Millionen Euro. »Der Markt für E-Reader und den entsprechenden Inhalten, allen voran E-Books, steht vor dem Durchbruch«, meint Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. »Die Kombination aus preiswerten Geräten und attraktiven Inhalten wird für die Kunden immer interessanter«, erklärt Rohleder weiter.

Auch 2013 soll der E-Reader-Markt laut Bitkom kräftig zulegen. Dann soll der Absatz in Deutschland um voraussichtlich 78 Prozent auf 1,4 Millionen Stück steigen und der Umsatz um 65 Prozent auf 128,5 Millionen Euro zulegen.

E-Reader setzen sich durch. © Bitkom

E-Reader sind Lesegeräte, die speziell für die Darstellung von elektronischen Büchern optimiert sind. Tablet-Computer sind nicht in den Absatzzahlen enthalten. Zudem sind E-Reader im Vergleich zu Tablet Computern deutlich preiswerter. Durchschnittlich kostet ein E-Reader aktuell mit 97 Euro rund 24 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Einstiegsklasse sind bereits Geräte ab 50 Euro zu haben. E-Reader sind im Vergleich zu Tablets auch leichter und verfügen in der Regel über sehr kontrastreiche Bildschirme, die sich insbesondere für das Lesen von Texten sehr gut eignen. Verfügen die Geräte über Bildschirme mit E-Ink-Technologie (elektronische Tinte), halten die Akkus deutlich länger als bei Tablets. Dagegen verfügen E-Reader bei weitem nicht über die multimedialen Fähigkeiten von Tablet Computern, zum Beispiel für die Darstellung von Videos. Die Ergebnisse der Umfrage basieren auf Daten, die das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des BITKOM erhoben hat.