Gewinnwarnung bei HP: HP-Aktie fällt tief

HP hat eine Gewinnwarnung für das Jahr 2013 herausgegeben. Die Aktie reagierte promt und ging auf Talfahrt.

Mit neuen Geräten will HP raus aus der Misere. © HP

Die Negativ-Schlagzeilen wollen nicht abreißen. HP hat für das Jahr 2013 eine Gewinnwarnung herausgegeben. Der angeschlagene Konzern gab an, dass die Geschäftsbedingungen auch im kommenden Jahr schwierig blieben und vor allem in der Sparte Dienstleistungen die Umsätze fallen würden. Prompt reagierte die HP-Aktie mit einer Talfahrt auf ein Neun-Jahres-Tief. Waren Analysten bisher von einer Gewinn-Erwartung von 4,18 Dollar pro Aktie ausgegangen, bezifferte HP jetzt einen Wert zwischen 3,40 bis 3,60 Dollar.

Meg Whitman hat es derzeit nicht leicht und die Rückkehr in eine Gewinnzone scheint sich weiter zu verzögern. Grund dafür sei aber nicht nur der Schlingerkurs unter Leo Apotheker. Schon der ehemalige HP-CEO hat es geschafft nahezu 50 Prozent des Aktienwerts zu verbrennen. Auch die vielen Wechsel im HP-Vorstand und die globale Abkühlung der Konjunktur machen HP zu schaffen. Unrühmlicher Schlussakt dieser Misere war am vergangenen Mittwoch, als die HP-Aktien rund acht Prozent verloren und auf den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren fielen.

Die turbulente Vergangenheit macht HP auch in anderen Bereichen zu schaffen. So hatte HP erst vor wenigen Wochen mitgeteilt, 29.000 Stellen zu streichen, mindestens 450 davon in Deutschland. Nach einem Rekordverlust von 8,9 Milliarden Dollar will sich der Konzern zunächst gesund schrumpfen. Mit dem frei gewordenen Budget soll dann Forschung und Entwicklung betrieben werden, um den Rückstand bei Druckern und PCs wieder aufzuholen. Auch bei Tablets will HP einen zweiten Anlauf wagen. Dann setzt das Unternehmen allerdings nicht auf ein eigenes Betriebssystem, sondern vertraut auf Microsofts Windows 8, das am 26. Oktober erscheinen wird.