Komponenten: Overclocking: Hitzestau bei Ivy Bridge

Kaum sind Intels Ivy Bridge Prozessoren auf dem Markt, schon gibt es erste Probleme. Aufgrund des Designs kommt es beim Übertakten schnell zu Hitzeproblemen im Kern.

Die Ivy Bridge-Modelle mit einem K sind zum übertakten gedacht. (Bild: Intel)

Mit seinen neuen, im 22 Nanometer-Verfahren hergestellten, Ivy Bridge Prozessoren will Intel nicht weniger als die nächste kleine Revolution auslösen und die Konkurrenz von AMD mit ihren Bulldozern weiterhin auf Distanz halten. Gerade im Hardcore-Gaming-Bereich könnte dies allerdings schwieriger werden als bisher gedacht. Denn wie sich in ersten Tests mit den neuen CPUs zeigt, neigen die Ivy Bridge Rechenwerke schnell zur Überhitzung, wenn man etwas am Takt schraubt. Zwar waren ähnliche Probleme bereits Vorserienmodellen aufgetaucht, allerdings war man bisher davon ausgegangen, dass diese Probleme beim Overclocking bis zum Verkaufsstart noch gelöst würden.

Ursprünglich hatten Experten den Verdacht geäußert, der Hitzestau werde durch das neue Design des Heatspreaders verursacht, dessen Kontakt zum Die jetzt mit Wärmeleitpaste überbrückt wird, statt wie bisher mit flussfreiem Lot. Nach ersten Versuchen kann diese Fehlerquelle jedoch offenbar als Ursache für die Hitzeprobleme bei erhöhtem Takt ausgeschlossen werden. Inzwischen wird es als immer wahrscheinlicher angesehen, dass der wahre Hintergrund für die Temperaturprobleme im Überlastbereich in der geschrumpften Bauform durch den 22 nm Fertigungsprozess liegt. Mit einem ähnlichen Leistungsverbrauch wie die Vorgänger müssen die Ivy Bridge Prozessoren die gleiche Wärmeentwicklung jetzt über eine kleinere Fläche wieder abstrahlen. Hinzu kommt, dass die neue integrierte HD4000 Grafikkarte etwas mehr Hitze entwickelt, als die bisher eingesetzte Lösung.

Die Hitzeprobleme treten nur bei Übertaktung auf, im normalen Betrieb gibt es keinen Hitzestau.