Minijobber: Weniger Minijobs im Einzelhandel

Minijobs spielen im deutschen Einzelhandel eine immer geringere Rolle. Das Gros der Beschäftigung im Handel werde durch sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer abgedeckt, so der Handelsverband Deutschland.

„Aktuelle Zahlen belegen erneut, dass im Einzelhandel keineswegs sozialversicherungspflichtige Beschäftigung durch geringfügige Beschäftigungsverhältnisse ersetzt wird. Die Minijobs dienen lediglich der Abfederung von Spitzenbelastungen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das Gros der Beschäftigung im Handel werde durch sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer abgedeckt, das auf die Minijobber entfallende Arbeitszeitvolumen im Einzelhandel betrage insgesamt nur rund 15 Prozent.

Nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl der geringfügig Beschäftigten 2011 zum Stichtag 30. September um 13.000 unter dem Wert des Vorjahres. Das entspricht einem Rückgang um 1,4 Prozent. Insgesamt sind damit noch 925.000 Minijobber im deutschen Einzelhandel beschäftigt. Dabei ist die Zahl derjenigen, die ausschließlich als Minijobber arbeiten, um 25.000 zurückgegangen, während die Zahl der geringfügig Nebentätigen um 12.000 gestiegen ist.

Zum Stichtag 30. Juni 2011 hatte der Einzelhandel im Vergleich zu 2010 insgesamt über 60.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen. Neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung liegen noch nicht vor, da die Bundesagentur derzeit ihre Statistiken überarbeitet.