Wegen Investitionssicherheit: Keinen Switch ohne Data-Center-Bridging kaufen

Data-Center-Bridging (DCB) soll für eine verlustfreie Übertragung im Rechenzentrum sorgen, insbesondere wenn verschiedene Protokolle Ethernet nutzen. Nun fordert Comconsult, dass auch sonst kein Switch mehr ohne DCB-Möglichkeit gekauft werden sollte.

Der Trend geht in Rechenzentren hin zu konvergenten Netzen. Es werden verschiedene Datenströme wie IP/TCP oder iSCSI über Ethernet transportiert. Allerdings ist Ethernet für eine verlustfreie Übertragung nicht so besonders geeignet. Deswegen befindet sich bei der IEEE Data-Center-Bridging (DCB) in der Entwicklung. Cisco verwendet dafür den Begriff »Data Center Ethernet«. IBM nutzt den Namen »Converged Enhanced Ethernet«. Für die Comconsult verändert sich mit DCB die Situation in Sachen Quality-of-Service dramatisch. Dr. Franz-Joachim Kauffels, Referent bei Comconsult, beschreibt die Vorteile so: Zusammen »führt das zu einer völlig neuen Dimension der Steuerbarkeit, Zuverlässigkeit und Reaktionsfähigkeit von Netzen«.

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Data-Center-Bridging soll verlustfreie Verbindungen im Rechenzentrum schaffen. (Quelle: Fotolia, Niklas Kratsch)

Für Comconsult steht fest, dass »DCB ein herausragender Standard für das gesamte LAN ist.« Deshalb fordert das Unternehmen, dass neue Netzwerk-Komponenten nur gekauft werden sollten, wenn sie künftig DCB unterstützen.

Allerdings hat die Sache auch einen Haken: Mit wenigen Ausnahmen lässt sich laut Comconsult DCB in den bestehenden Switches nicht nachrüsten. Grund dafür ist, dass sich DCB nur mit spezieller Hardware ausführen lässt. Vielfach sollen sich die bisher verwendeten Switch-Fabrics sich nicht dafür einsetzen lassen.

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