Datacenter-Ausrüstung: KVM-Switches: Buyer’s Guide KVM-Switches – Umschalter für jeden Zweck

Die meisten Computer lassen sich ohne direkten Zugriff auf Tastatur, Bildschirm und Maus nicht steuern. Wer gleich mehrere solcher Systeme auf dem Schreibtisch oder im Serverraum verwalten muss, kann den Zugriff mit KVM-Switches effizienter gestalten und dabei auch noch Geld sparen.

KVM steht für »Keyboard, Video and Mouse«, also Tastatur, Bildschirm und Maus. Ganz schlüssig ist die Gerätebezeichnung KVM-Switch allerdings nicht. Denn ein solches Gerät schaltet nicht zwischen Tastaturen, Bildschirmen und Mäusen um, sondern unter Verwendung einer Tastatur, eines Bildschirms und einer Maus zwischen mehreren Computern, die an einem KVM-Switch angeschlossen sind.

Der Begriff KVM-Switch hat sich aber nun mal durchgesetzt, und die meisten Computeranwender wissen inzwischen, was ein solches Gerät leistet. Der KVM-Switch erlaubt es, mehrere Computer mit nur einer Tastatur, einem Bildschirm und einer Maus zu steuern.

Er arbeitet als Umschaltbox, die einen Satz dieser Ein-/Ausgabegeräte mit mehreren Computern verbindet. Moderne KVM-Switches erweitern diese Grundfunktion, indem sie eine gemeinsame Nutzung von USB-Geräten und Lautsprecherboxen unterstützen.

Tastatur, Bildschirm und Maus (USB-Geräte und Lautsprecher) werden in diesem Fall am KVM-Switch angeschlossen, nicht an den einzelnen Computern. Die Rechner wiederum sind mit dem KVM-Switch verbunden.

Standardkabel statt selbst gestrickter Lösungen

Die meisten Hersteller sind inzwischen dazu übergegangen, für diese Verkabelung statt proprietärer Anschlusskabel marktübliche Cat-5/6-Kabel in Verbindung mit speziellen Adaptern zu nutzen. Das macht die Sache billiger, und im Falle eines Kabelfehlers ist schnell Ersatz zur Hand.

Die Umschaltung zu den einzelnen Computern erfolgt über Tasten oder Drehregler, über bestimmte Tastenkombinationen (Hotkeys) oder On-Screen-Display-Menüs (OSC), Diese zeigen die zuvor konfigurierten Namen der Computer und deren Zustand an: eingeschaltet, ausgeschaltet.

Kleine Tücken

Viele KVM-Switches enthalten LEDs oder LC-Displays. Sie signalisieren, auf welchen Computer der Benutzer gerade zugreift. Dies ist allerdings nicht unbedingt nötig, denn eine derartige Anzeige lässt sich natürlich nur von einem Anwender nutzen, der direkt vor dem KVM-Switch sitzt.

Der Switch ist dafür verantwortlich, dass der Computer sich nicht aufhängt, wenn er plötzlich von Maus und Tastatur getrennt wird. Aber nicht alle KVM-Switches sind perfekt, und gelegentlich verweigern die Maus oder die Tastatur beim Aufschalten auf einen Computer die Arbeit.

Einigen KVM-Switches gefällt es zudem nicht, wenn zuerst der Computer, und erst danach der Switch eingeschaltet wird.

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