Gebrauchter BMW statt neuem Fiat: Starke Margen im zweiten Lebenszyklus

Schon seit mehreren Jahren kennt der Markt für gebrauchte IT nur eine Richtung: aufwärts. Zusammen mit guten Margen und der Aussicht auf neue Geschäftschancen überzeugt das immer mehr Reseller, in das Geschäft mit Secondhand-IT einzusteigen.

Gebrauchte Software

Die Vorteile gebrauchter Software für Händler und Kunden sind ähnlich gelagert wie bei der Hardware

Ähnlich positiv wie der Markt für wiederaufbereitete Hardware entwickelt sich auch die Nachfrage nach gebrauchter Software. Das Geschäft brummt und lockt immer neue Anbieter an, darunter gerade im B2C-Geschäft auch manch höchst zweifelhaften Glücksritter und dreisten Betrüger. »Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass unseriöse Anbieter mit Resellern ein schnelles Geschäft wittern. Ein Bedarf soll schnell und preiswert befriedigt werden, und wichtige rechtliche Voraussetzungen bleiben bei solchen Deals auf der Strecke«, warnt Boris Vöge, Geschäftsführer von li-x. Für Händler und Kunden gilt es damit umso mehr, sich einen verlässlichen Anbieter zu suchen, was auch hier durch die professionalisierten Strukturen vereinfacht wird. Seit kurzem gibt es neben speziellen Partnermodellen von Händlern wie U-S-C und dem Handelsportal li-x mit der MRM Distribution nun sogar einen reinen Distributor für Lizenzen im Zweitmarkt.

Immerhin ist das Geschäft äußerst lukrativ. Neben den deutlich günstigeren Preisen kann der Fachhandel damit Kunden ansprechen, die, wie etwa im Fall von Adobe, nicht in die Cloud wechseln wollen oder Produkte nachlizenzieren wollen, die es nicht mehr neu gibt. Hier sind die gebrauchten Lizenzen deutlich günstiger als der Weg über ein Downgrade von der aktuellen Version. Zudem liegt auch hier im Einkauf eine oft noch unterschätzte Geschäftschance. Denn genau wie bei der Hardware landen noch immer viele Lizenzen auf dem Müll oder verschwinden intern in der Versenkung, weil den Unternehmen der Überblick über ihre Assets und das Bewusstsein für deren Restwert fehlt. Deshalb sind auch hier gerade die Partner gefragt zu helfen, diesen Schatz im Sinne aller Beteiligten zu bergen.

»Aus der Rückführung nichtgenutzter, ausgedienter Lizenzen erwachsen allen Seiten ausschließlich Vorteile. Der Ankauf nicht mehr benötigter Software setzt auf Kundenseite reinvestierbares Kapital frei, das ihr Budget für Neubeschaffungen und Modernisierung aufstockt«, beschreibt Ronny Drexel, Leiter Marketing & Kommunikation der MRM Distribution, die sehr ähnliche Lage wie bei gebrauchter Hardware.