Gebrauchter BMW statt neuem Fiat: Starke Margen im zweiten Lebenszyklus

Schon seit mehreren Jahren kennt der Markt für gebrauchte IT nur eine Richtung: aufwärts. Zusammen mit guten Margen und der Aussicht auf neue Geschäftschancen überzeugt das immer mehr Reseller, in das Geschäft mit Secondhand-IT einzusteigen.

BMW zum Fiat-Preis

GSD-Chef Ralf Schweitzer betont die hohe Qualität der professionell wiederaufbereiteten Business-Hardware
(Foto: GSD)

Hier hilft es, dass die Vorteile von Gebrauchtkäufen für die Kunden auf der Hand liegen. Sie bekommen hier gebrauchte aber fast neuwertige Business-Geräte zu einem Preis, für den es neu allenfalls für Endkunden gedachte Einstiegsgeräte gibt. Dabei ist die Profi-Hardware wesentlich besser ausgestattet, langlebiger und auch Service-freundlicher. Und auch bei der Leistung kann sich ein wenige Jahre alter Profi-Prozessor noch locker mit den deutlich schwächeren CPUs der heutigen Einsteigerklasse messen. »Ein drei Jahre alter, top gepflegter und vom Händler überprüfter 5er BMW ist noch immer eine andere Hausnummer als ein neuer Fiat 500«, zieht Schweitzer den Vergleich zum Automobilbereich.

Dank ihrem aufwendigen Prüfungs- und Wiederaufbereitungsprozess, bei dem neben defekten auch abgenutzte Teile wie Keyboards oder Touchpads ausgetauscht werden, können die professionellen Aufbereiter auf ihre Ware sogar eine einjährige Garantie geben. Zudem polieren sie die Ware nicht nur optisch sondern auch technisch auf und rüsten bei Rechnern beispielsweise SSDs oder RAM nach. Während GSD hier grundsätzlich auf ein Build-to-Order-Modell (BTO) nach Kundenwunsch setzt, bietet bb-net gleich fertige Geräte an. So können Reseller und ihre Kunden für jeden Bedarf den richtigen Anbieter mit den passenden Produkten für ihre Anforderungen finden. Als offizieller MAR-Partner von Microsoft stellen sie zudem sicher, dass die vorinstallierte Software ordentlich lizenziert ist.

Mit der zunehmenden Nachfrage durch Reseller und Kunden wird das Geschäft sogar für die Distribution interessant. Die Angst einiger Händler, sich mit gebrauchter Ware das Neugeschäft kaputt zu machen, hält Christoph Runge, Geschäftsführer der api-Tochter COS-Computer, dabei für unbegründet: »Die aufbereiteten Geräte sprechen beim Endverbraucher eine andere Klientel an, die preis- aber auch umweltbewusster einkauft. Für unsere Händler ist es also eine sinnvolle Sortimentserweiterung statt Alternative.«