Fachkräftemangel: Integration gegen dumpfe Irrlichter

Refurbisher bb-net ist eine von über 1.600 Firmen im Netzwerk »Unternehmen integrieren Flüchtlinge«. Gut, dass es nicht nur brandstiftende Generalsekretäre gibt, sondern zahlreiche Menschen mit Verantwortung.

So klappt Integration: Michael Bleicher (Mitte) gibt den Syrern Jwan Majid (li) und Khaled Benmoumene die so wichtige berufliche Perspektive
(Foto: bb-net)

Es ist schon sehr abgeschmackt wie CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer über geflüchtete Menschen redet. Für ihn sei der fußballspielende, ministrierende Senegalese, der drei Jahre hier ist, ein »Wirtschaftsflüchtling, den man nie wieder los bekommt«. Schämen muss man sich für diesen bayerisch brandstiftenden Ungeist, der noch dazu seine gänzliche Unwissenheit über den angespannten Arbeitsmarkt offenbart. Gut, dass es Menschen aber auch mit Verantwortung gibt.

Unternehmer, aktuell über 1.600, die Mitglied im Netzwerk »Unternehmen integrieren Flüchtlinge« des deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sind. Das Netzwerk unterstützt Betriebe aller Größen, Branchen und Regionen, die geflüchtete Menschen beschäftigten. Michael Bleicher ist einer dieser Unternehmer.

Der Gründer des Schweinfurter Refurbisher bb-net unterstützt geflüchtete Menschen, um sie durch Praktika und Beschäftigung aktiv in die Arbeitswelt und damit in unsere Gesellschaft einzugliedern. Bis heute waren acht Einwanderer bei bb-net beschäftigt. Aktuell unterstützen Khaled Benmoumene und Jwan Majid das Team von bb-net in der technischen Aufbereitung von Hardwaresystemen.

Die beiden jungen Männer stammen aus Syrien und sind seit Ende 2015 in Deutschland. Beide sind als Langzeitpraktikanten für sechs Monate bei bb-net beschäftigt. »Jeder, unabhängig von seiner Herkunft und Vergangenheit, ist bei bb-net herzlich willkommen«, sagt Bleicher. »Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv den Herausforderungen für Deutschland zu stellen«, wie er ausführt, ist ihm sehr wichtig. »Es lohnt sich«, findet auch CRN!