Dell prüft Börsengang oder Fusion mit VMware: Börsengang durch die Hintertür

Dell bereitet erneut eine milliardenschwere Transaktion vor. Firmenchef Michael Dell plant für den durch Akquisitionen hoch verschuldeten Konzern die Rückkehr an die Börse oder eine Fusion der besonderen Art.

Michael Dell sucht für sein Unternehmen einen Weg zurück an die Börse
(Foto: Dell)

Gut vier Jahre nach dem Rückzug von der Börse prüft der IT-Konzern Dell eine Rückkehr aufs Parkett. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht bestätigte, prüfe der Verwaltungsrat derzeit verschieden Möglichkeiten, die Profitabilität zu erhöhen. Eine Option sei eine Rückkehr an die Börse. Als zweite Möglichkeit wird eine milliardenschwere Fusion mit der Tochtergesellschaft VMware erwogen. In einem sogenannten »Reverse Merger« würde Dell in den deutlich kleineren, aber börsennotierten Software-Anbieter eingegliedert. Ein Verkauf an eine dritte Partei stehe nicht zur Disposition.

VMware gehört Dell bereits zu 80 Prozent. Der Virtualisierungsspezialist war 2015 bei der milliardenschweren Übernahme von EMC quasi als Beifang an Dell gefallen (CRN berichtete). Branchenkenner hatten damals damit gerechnet, dass Dell VMware wieder verkaufen und so einen Großteil der Akquisitionskosten in Höhe von 67 Milliarden Dollar finanzieren würde. Das war nicht der Fall.

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