Volle Auftragsbücher: ITK-Branche startet zuversichtlich ins neue Jahr

Die Prognosen versprechen ein starkes Jahr 2018 und auch die IT-Händler und Systemhäuser starten mit hohen Wachstumserwartungen ins neue Jahr. Denn der Digitalisierungsdruck der Kunden sorgt für gut gefüllte Auftragsbücher. Der ITK-Channel rechnet bei Cloud und Managed Services sowie bei IT-Security mit Zuwächsen.

Es geht aufwärts - die Fachhändler sind optimistisch

Die Wirtschaft brummt. Mit hoher Zuversicht starteten die deutschen Unternehmen ins neue Jahr. Nach einem guten Jahr 2017 erwartet die Mehrzahl der Wirtschaftsverbände für 2018 eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. So ermittelte das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Umfrage unter 48 Verbänden, dass 33 Verbände für 2018 »bessere Produktionsergebnisse ihrer Mitgliedsunternehmen als 2017« erwarten würden. Nur zwei Verbände, so IW-Direktor Michael Hüther, seien pessimistisch. Ähnlich äußerte sich Ende Dezember auch Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Der DIW-Konjunkturchef machte »prall gefüllte Auftragsbücher« in den Unternehmen aus, sodass der »kräftige Aufschwung« anhalten werde. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes um 2,5 Prozent aus.

Bei so viel Optimismus für 2018 passt ins Bild, was CRN unter den ITK-Kooperationen und Systemhäusern in Erfahrung bringen konnte: Die Zentralen attestieren ihren Mitgliedsbetrieben ein durchweg gutes Wirtschaftsjahr 2017 und zugleich volle Auftragsbücher bis weit ins neue Jahr. Dem kann sich Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender der Synaxon AG nur anschließen. Für den Verbund mit seinen Kooperationen wie iTeam und PC-Spezialist bilanziert er eine ausgesprochen gute wirtschaftliche Entwicklung im zurückliegenden Jahr. »Wir sind im achten Jahr des Aufschwungs und stehen derzeit alle richtig voll im Saft. Zum Vorjahr werden wir Umsatz und Roherlöse um 50 Prozent steigern können.« Die Partner der Gruppen seien, so Roebers, überwiegend mit zweistelligen Wachstumsraten unterwegs gewesen, was aber langsam zu Kapazitätsproblemen führen würde.

Kapazitätsprobleme stellt auch Dirk Henniges fest. Der Geschäftsführer der Compass Gruppe beklagt den Personalmangel, der die ITK-Branche hart treffe. Darum seien Spezialisten gefragt wie noch nie. Aber woher nehmen? Rückblickend zeigt sich Henniges zufrieden mit der wirtschaftlichen Situation der Mitgliedsunternehmen. Und: »Neben unserem Kerngeschäft – dem Zentraleinkauf – haben wir sehr gute Fortschritte in unseren Projekten der operativen und fachlichen Zusammenarbeit gemacht.« Zurückzuführen sei diese Entwicklung auf das gute konjunkturelle Umfeld, wobei eine überdurchschnittliche Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten das Geschäft fördere, also »wachstumstreibende Themen wie Storage, Digitalisierung, Datenschutz, Security und damit verbundene Managed Services«.