Onlinegeschäft von Mediamarkt und Saturn wächst: Starkes erstes Jahr der Selbstständigkeit für Ceconomy

Die Ceconomy AG, Muttergesellschaft von Mediamarkt und Saturn, schließt das erste Jahr der Selbstständigkeit, mit einem Umsatzplus ab. Insbesondere im Online-Vertrieb konnten die Retailer zulegen. Der restrukturierte Etailer Redcoon aber bleibt wohl ein Sorgenkind.

Pieter Haas, CEO der Ceconomy AG
(Foto: Ceconomy AG)

Das erste Geschäftsjahr nach der Aufteilung der Metro Group absolvierten die CE-Händler unter dem Ceconomy AG-Dach mit einem Umsatzplus von 1,3 Prozent: Vor allem durch Zuwächse im Online-, Mobile- und Services-Geschäft sind die Erlöse demnach im Geschäftsjahr 2016/2017 (endete am 30. September 2017) auf 22,2 Milliarden Euro (Vorrjahr: 2,19 Milliarden Euro) gestiegen. Das EBITDA verringerte sich leicht wegen zusätzlicher Aufwendungen für den Aufbau der Ceconomy Holding auf knap 710 Millionen Euro (Vorjahr: 719 Millionen Euro), der EBIT liegt mit 471 Millionen Euro aber etwas über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 466 Millionen Euro). CEO Pieter Haas sieht sich angesichts der Zuwächse in der strategischen Zielrichtung bestärkt: »Unser Ansatz, alle Kanäle – also Online, Mobile, Märkte und Zuhause – intelligent zu verknüpfen, ist und bleibt die richtige Antwort auf die Veränderungen im Kundenverhalten und im Einzelhandel. Dazu gehört auch unser Fokus auf Dienstleistung und damit auf Lösungen anstatt nur auf Produkte.« Der Ceconomy-Vorstand sieht sich insbesondere mit seinen starken Retail-Marken Mediamarkt und Saturn unangefochten an der Spitze in Europa: »Ceconomy ist mit Abstand die Nummer Eins in der europäischen CE-Branche und hat diese Position im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Wir sind für die Zukunft hervorragend aufgestellt.«

Ceconomy verzeichnete angetrieben von einer positiven Entwicklung in Deutschland insbesondere auch in der DACH-Region ein starkes Wachstum um 2,5 Prozent auf einen Umsatz 12,7 Milliarden Euro. Außerdem sorgten Spanien und die Niederlande für Zuwächse in West- und Südeuropa sowie die Türkei für einen Umsatzanstieg in Osteuropa, der die weiter rückläufige Entwicklung in Russland kompensierte. Die Zahl der Stores lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 1.053. Man habe im Rahmen einer »selektiven Expansion« zehn Märkte geschlossen und 40 neu eröffnet – neun davon waren neue Shop-in-Shop-Konzepte mit Partnern wie Texco und Metro Cash & Carry.

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