Halbzeitbilanz IFA 2017: Das Duell der Technologien fällt aus

Wirklich Bahnbrechendes kann die Industrie auch auf der IFA nicht zeigen. Doch für Konzerne und kleinere Hersteller ist Berlin ein Schaufenster für immer schlankere, schnellere und schärfere CE- und vernetzte Produkte. Für den Handel fängt hier das Weihnachtsgeschäft an.

Enttäuschung zur Halbzeit

Jörg Herweck von Herweck
(Foto: CRN)

Dass der Fachhandel seine Hersteller und Distributionspartner verstreut über das ganze Berliner Messegelände aufsuchen muss, ist in gewisser Weise schon gelernt, an das Fehlen eines Händlerzentrums hat sich der Channel offenbar gewöhnt. Show und Business-Bereiche trennen eben die Aussteller selber, wenn sie das wollen. Weniger Nachfrage seitens der Industrie und dem Handel muss die ausgebuchte IFA deswegen nicht hinnehmen.

Ob die IFA 2017 wieder mehr Besucher als 240.000 im letzten Jahr anziehen wird, ist fraglich. Zur Messehalbzeit am Sonntagnachmittag äußerten sich einige Aussteller gegenüber CRN skeptisch. Der Start fürs Publikum am vergangenen Freitag war verhalten, von einem Ansturm am Wochenende konnte man nicht sprechen. »Ich bin nicht zufrieden mit dem bisherigen Messeverlauf«, sagte Jörg Herweck. Halle 4.2 hat sich zum Treffunkt der TK-Distribution entwickelt, neben Herweck sind Komsa, Eno und Brodos hier vertreten. Man stärke dadurch gemeinsam den Zielmarkt, spreche viel miteinander und erfahre so auch von Wettbewerbern, dass die enttäuschende Besucherresonanz kein Einzelproblem der Herweck sei, sagt der Distributions-Chef zur Messehalbzeit gegenüber CRN. Was er da noch nicht wusste: Im Vergleich zum TV-Duell am Abend ist selbst eine IFA ohne wirklich bahnbrechende Innovationen eine aufregende Messe.

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