Partner mit Cloud-Kompetenz gesucht: Toshiba will Mobile-Solutions-Anbieter werden

Nach der Reorganisation von Toshibas Notebook-Geschäft will DACH-Chef Jörg Schmidt das Geschäft zügig in Richtung Services weiterentwickeln. Statt Hardware zu verkaufen will der Hersteller mit Hilfe der Partner zum Mobile-Solutions-Anbieter mutieren.

Jörg Schmidt, Head of B2B PC DACH, Digital Products & Services Company Central Europe, Toshiba Europe
(Foto: Toshiba)

Mit einer konsequenten Fokussierung auf Businessgeräte und das Projektgeschäft hatte sich die Toshiba Europe GmbH im vergangenen Jahr neu aufgestellt. (CRN berichtete) Das Consumergeschäft ist mittlerweile komplett abgewickelt. Toshiba verkauft in Europa weder CE-Produkte, wie TV-Geräte, noch Consumer-Notebooks mehr. Fortgeführt werden nur noch die Business-Linien Satellite Pro, Tecra und Portégé.

Das Jahr 2017 hätte für das Notebookgeschäft des japanischen Herstellers tatsächlich einen Neustart markiert, wie Jörg Schmidt, im Gespräch mit CRN berichtet. Seit Jahresbeginn ist er als Head of B2B PC DACH bei Toshiba Europe GmbH für das PC-Geschäft verantwortlich. Seitdem sei einiges vorangekommen. Schmidt spricht von 30 Prozent Umsatzwachstum im ersten Quartal 2017 gegenüber dem vorhergehenden vierten Quartal 2016.

Bei den von IDC ermittelten Verkaufszahlen sieht es im ersten Quartal 2017 weniger gut aus. Danach verkaufte Toshiba in Deutschland 86 Prozent weniger Notebooks als im ersten Quartal 2016 und lag mit einem Marktanteil von nur noch 0,3 Prozent im deutschen Markt hinter Wortmann auf Platz neun. Schmidt erklärt den starken Rückgang damit, dass im Vorjahreszeitraum 2016 noch die kompletten Abverkäufe der Consumergeräte mitgezählt wurden. Der Absatz im ersten Quartal 2016 sei nicht mit dem 2017 vergleichbar. »Wir haben praktisch bei Null angefangen.

Dank der Preisstabilität sei trotzdem ein Umsatzplus herausgekommen. Toshiba hätte das Preisniveau weitgehend gehalten, während Mitbewerber ihren Absatz zum Teil durch massive Preissenkungen gesteigert hätten. Auch das Zubehörgeschäft hätte zum Umsatzsprung beigetragen, weil für die immer kleineren und leichteren Notebooks Docking-Stations nötig seien. Außerdem würden zunehmend erfolgreich On-Site-Services verkauft.

Auch das Lösungsgeschäft mache Fortschritte. Schmidt will künftig noch stärker auf Lösungen wie Workplace-as-a-Service setzen und die Partner animieren, ihren Kunden solche Lösungen zusammen mit Notebooks oder dem »Zero Client« anzubieten. Zusammen mit den anderen Toshiba-Gesellschaften für Drucker und POS-Lösungen (Toshiba Tec) und Storage (Toshiba Electronics Europe, TEE) soll sich die Toshiba Europe GmbH zum Mobile-Solutions-Anbieter weiterentwickeln und ihren Kunden gleich einen kompletten digitalen Arbeitsplatz anbieten mit Client, Cloud Space im Rechenzentrum, Drucker und Infrastruktur-as-a-Service.

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