CRN-Exklusiv-Interview mit Jan Riecher und Susanne Kummetz: HP auf eigenen Füßen: Mit voller Kraft voraus

HP hat sich seit der Trenunng von Schwesterfirma HPE als eigenständiges Unternehmen etabliert. Deutschland-Chef Jan Riecher und Channel-Verantwortliche Susanne Kummetz berichten im CRN-Interview, wie das Geschäft mit PCs und Druckern läuft und welche Wachstumsmöglichkeiten diese Märkte noch bieten.

Jan Riecher, General Manager & Managing Director Germany & Austria und Susanne Kummetz, Director Commercial Channel and Midmarket Sales bei HP-Deutschland
(Foto: CRN)

CRN: HP ist seit mehr als eineinhalb Jahren ein eigenständiges Unternehmen. Wie hat sich das Geschäft mit PCs und Druckern seit der Trennung von HPE entwickelt?

Riecher: Die Separation war ein voller Erfolg – nicht nur für uns, sondern auch für unsere Partner. Und – ganz wichtig – sie ist zudem komplett geräuschlos verlaufen. Durch die stärkere Fokussierung auf die Kernbereiche – PC und Druck – gab es Wachstumsimpulse, die es ohne die Separation nicht gegeben hätte. Wir hatten vorher nicht diese Geschwindigkeit und Flexibilität am Markt. Die Separation hat uns ermöglicht, mit voller Kraft zu beschleunigen. Deshalb konnten wir zuletzt drei Quartale in Folge Wachstum verbuchen und in allen Märkten, in denen wir vertreten sind, oft sogar gegen den Markttrend, Marktanteile gewinnen. Ein Fakt von dem unsere Partner in Deutschland enorm profitiert haben.

CRN: Der PC-Markt hat sich zwar erholt. Hohe Wachstumszahlen gehören aber der Vergangenheit an. Wie läuft das PC-Geschäft bei HP?

Riecher: Der PC-Markt hat sich seit 2016 stabilisiert – richtig. PCs wie auch Drucker sind aber sich konsoldieriende Märkte, in denen Wachstum vornehmlich durch Marktanteilsgewinn möglich ist. Trotzdem ist Wachstum möglich. Bei PCs sind wir in den letzten Quartalen durch die Bank stärker gewachsen als der Markt. Bei Consumer-PCs konnten wir beispielsweise den Marktanteil von rund acht Prozent auf derzeit rund 17 Prozent mehr als verdoppeln. Ein starker Wachstumstreiber war neben der attraktiven neuen Produktlinie zum Beispiel Gaming. Dafür haben wir vor einem Jahr unsere Gaming-Marke »Omen by HP« gestartet.

Wir konnten aber auch bei PCs für Business Kunden unsere Führungsposition weiter ausbauen. In vielen Projekten haben wir uns mit unseren Partnern durchgesetzt. Bei Themen wie »Office of the Future« und selbstverständlich Security haben wir klare Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern. Sehr attraktiv ist in Deutschland zudem der Premium-Markt. Mit unseren neuen Premium-Notebooks konnten wir den etablierten Anbietern Marktanteile abnehmen.