Composable Infrastructure von HPE: Brückentechnologie in die digitale Transformation

Dort ein Silo aus ERP, hier ein Terminalserver, dazu Storage, Switche, teils virtualisierte, teils physische Maschinen, ungezählte Applikationen, Dropbox im Schattenbetrieb nicht zu vergessen. Diesem IT-Wildwuchs will HPE mit seinem neuen Synergy-Konzept ein Ende bereiten.

Hybrid-Engine im Rechenzentrum für die Workloads von heute und die Neuerungen von morgen, so wirbt HPE für Synergy

Die indische Hightech-Künstlerin Aparna Rao sorgte mit einer selbst gebastelten Lösung vor zehn Jahren für Aufsehen. Aus Sorge, ihre Mutter könnte von der Kommunikation mit ihren in der Welt verstreut lebenden Kindern ausgeschlossen sein, rüstete sie kurzerhand die Schreibmaschine der Mutter mit Elektronik sowie Sensoren aus und stellte eine Verbindung zur Telefon­leitung her, wie die US-amerikanische Ausgabe Wired damals berichtete.

Schrieb die Mutter wie gewohnt auf ihrer Olivetti Lettera 22 – eine mechanische Schreibmaschine, wie sie in Indien heute noch weit verbreitet ist – einen Brief und zog das Blatt aus der Walze, erkannte die Schreibmaschine die zuvor getippte ­Adresse und schickte den Text automatisch per Mail an den Empfänger.

Tüftlergeist und ein paar Komponenten haben der älteren Dame den Weg in die digitale Echtzeitkommunikation geebnet, ohne dass sie die Schreibmaschine gegen einen Computer samt Internetanschluss und Mail-Client hätte austauschen müssen. Ein Einzelfall freilich, der aber gut verdeutlicht, warum es Brückentechnologien gibt, die parallel existierende Welten verbinden.

Solche getrennten Welten sind mit Blick auf IT-Infrastrukturen großer wie mittelständischer Unternehmen der Regelfall. Denn immer schwerer zu überblickende Legacy-Systeme sind nicht für moderne Cloud-Szenarien gemacht. Sie auf einen Schlag gegen virtualisierte, hoch performante und flexibel skalierbare Infrastrukturen auszutauschen, kann und will sich indes kein Unternehmen leisten.

Auf Agilität, Mobilität, Big Data und Analytics weiter zu verzichten oder Investitionen in Cloud Computing hinauszuschieben, ist freilich keine Alternative. Was also tun, wenn man erkannt hat, dass man die Digitalisierung im eigenen Unternehmen nicht aussitzen kann? Sich den Status Quo vor Augen führen, wäre ein erster, wenn auch zur Ernüchterung führender Schritt.

Kampf und Krampf in der IT-Abteilung
Eigentlich müsste man den meisten IT-Leitern einschließlich ihres Personals Rettungsmedaillen um den Hals hängen. Sie schaffen das Kunststück, kollabierende Systeme so am Laufen zu halten, dass gewöhnliche User vom täglichen Kampf und Krampf in den Server-Intensivstationen nur wenig mitbekommen. Nur Parapsychologen könnten erklären, warum IT im Grenzzustand des Chaos erstaunlicherweise doch noch recht gut funktioniert. Zu mehr als den Status Quo zu konservieren reicht es freilich nicht. Transparent IT-Kosten ermitteln, Innovationen und effizientes Arbeiten vorantreiben, IT gar als strategische Voraussetzung für digitale Arbeitsplatzkonzepte oder gar neue Geschäftsmodelle zu begreifen: Unmöglich für jene Verantwortlichen, die in der alten Welt der IT-Silos gefangen sind.

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