Hyperkonvergenz von Losstech: »Bei 400 Millionen Euro könnte ich schwach werden«

Vergesst Silicon Valley, schaut nach Lutzhorn, sagt Boris Hajek. In der ländlichen Idylle nördlich von Hamburg entwickelt er Hochleistungsserver für schnellstes Cloud Computing und mischt gerade den Hyperkonvergenz-Markt auf.

Evangelikaler Cloud-Booster

Beim CRN Solution Day vergangenen Mai sorgte Boris Hajek für Aufsehen
(Foto: CRN)

AOL Deuschland war unter anderem eine Station in seiner fast 25-jährigen IT-Karriere, bevor Boris Hajek 2004 die Losstech gründete. Vor den Toren Hamburgs, genauer in Lutzhorn, arbeiten derzeit rund 20 Mitarbeiter in der »ländlichen Innovationsschmiede«, wie der 43-jährige Geschäftsführer seinen Firmensitz beschreibt. Dort entwickelte er den markenrechtlich patentierten Sanxaler – hochperformante Systeme, die in Einzelfertigung dank einer besonderen Architektur sehr schnelle Applikationen in virtuellen Umgebungen möglich machen sollen. Gerade erst wurden die 16 Modelle der zweiten Generation fertiggestellt.

Hajek ist der technologische Kopf von Deutschlands bisher einzigem Hersteller für hyperkonvergente Server. Ein klassischer Nerd ist »Bo« aber nicht, obwohl er wie kein Zweiter technische Details und Problemstellungen auch dann noch aufsagen könnte, würde man ihn morgens um drei Uhr aus dem Bett klingeln. Verständlich erklären, Problemstellungen verdeutlichen, Lösungen aufzeigen und letztlich bekehren, sprich verkaufen, das alles muss schließlich in einem Evangelisten wie Hajek angelegt sein, der die frohe Botschaft accelerierender Cloud-Systeme in den Channel und darüber hinaus trägt.

Das tut er übrigens mit einer ansteckenden Begeisterung für Hochverfügbarkeit, wie zahlreiche Teilnehmer des CRN Solution Day im Mai dieses Jahres hautnah erleben konnten. Würde die Losstech tatsächlich für 400 Millionen Euro vom Markt gekauft, Hajek könnte – theoretisch – jedem Einwohner von Lutzhorn eine halbe Million Euro vermachen und sich täglich auf dem dortigen 18-Loch-Golfplatz feiern lassen.

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