Teilverkäufe angestrebt: Transtec glaubt nicht mehr an Sanierungserfolg

Das dreimonatige »Fitnessprogramm« für den insolventen HPC-Anbieter Transtec ist abgelaufen, ohne dass ein Investor für die Rettung des Unternehmens gefunden wurde. Der Vorstand will nun wenigstens Teilbereiche der Firma veräußern.

(Foto: Transtec)

Als die Transtec AG im Mai dieses Jahres Insolvenz beantragte, gab sie sich noch hoffnungsfroh, das Unternehmen in Eigenregie sanieren zu können. Vorstand Mario Kuhn und der neu an Bord geholte Chief Restructuring Officer Thomas Bandik sprachen von einem dreimonatigen »Fitnessprogramm«, einem Umbau, der die Firma aus Reutlingen nicht nur retten, sondern aussichtsreich für die Zukunft positionieren sollte. Zum 31. Juli endet die selbstgesteckte Frist, aber schon vorzeitig kündigen Vorstand und Aufsichtsrat an, dass die Sanierung des Gesamtunternehmens wohl gescheitert ist: »Eine Sanierung und Fortführung des Geschäftsbetriebs der Transtec AG im Ganzen ist aus heutiger Sicht wenig realistisch«, heißt es dazu in einer öffentlichen Stellungnahme.

Die Hoffnungen auf Rettung waren offensichtlich vor allem an neue Geldgeber geknüpft, doch selbst hoffnungsvoll stimmende Investoren-Gespräche mit Interessenten blieben am Ende ergebnislos. Die Rettung des ­Gesamtunternehmens ist also gescheitert. Der Vorstand schlägt deshalb eine neue strategische Marschroute ein: Mit Zustimmung des Aufsichtsrats und des vorläufigen Insolvenzverwalters forciert die Unternehmensführung nun vorrangig »die Sanierung beziehungsweise Veräußerung einzelner Geschäftsbereiche der Trans­tec AG«.