Metro AG aufgespaltet: Ceconomy wird größte CE-Plattform Europas

Die Trennung der Metro AG ist beschlossen. Das Elektronikgeschäft der Metro wird im August mit einem Umsatzvolumen von etwa 22 Milliarden Euro in der neuen Gesellschaft Ceconomy AG fortgeführt. Das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft bleibt als Metro AG bestehen.

(Foto: Ceconomy)

»Ceconomy ist ein 22 Milliarden-Startup, das aus der Aufteilung der Metro Group in zwei eigenständige Unternehmen entsteht. Mit Media Markt und Saturn als Kerngeschäft sind wir die klare Nummer 1 für Consumer Electronics in Europa – gemessen an Umsatz, Verkaufsfläche, Mitarbeitern und Marktanteil.« Pieter Haas, Vorsitzender der Media-Saturn-Holding und designierter CEO der neuen CE-Plattform Ceconomy AG, sieht in der neuen Gesellschaft »mehr als ein Handelsunternehmen«. Ceconomy sei, so Haas in einer Telefonkonferenz, eine Plattform, »die Geschäftsmodelle, Konzepte, Formate und Marken im Bereich Consumer Electronics zusammenbringt«.

Im Zuge der Aufteilung der Metro Group in zwei unabhängige Unternehmen, steht ab sofort die Metro Wholesale & Food Specialist AG für das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft, während in einer »neuen« Metro AG die CE-Aktivitäten zusammengefasst sind. Das Unternehmen wird seit vergangener Woche eigenständig an der Frankfurter Werpapierbörse (MDax) notiert. Voraussichtlich Mitte August soll das Unternehmen in Ceconomy AG umbenannt werden. Grund für die Übergangsphase seien bürokratische Abläufe, die ihre Zeit benötigen würden.

Die Ceconomy AG erreiche als größte CE-Plattform in Europa jeden Tag durch das On- und Offline-Angebot an Produkten und Serivces sechs Millionen Kunden in 15 Ländern, teilt das Unternehmen mit. So habe das Onlinegeschäft im Geschäftsjahr 2015/2016 zwei Milliarden Euro und das Dienstleistungsgeschäft bereits 1,3 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beigetragen. Kern der Gruppe sei die MediaMarktSaturn Retail Group mit den Marken Media Markt und Saturn.

Für Mark Frese, Finanzvorstand der künftigen Ceconomy AG, sei der Demerger der logische Schritt in der Transformation des Unternehmens. »Wir sind unabhängig und können uns damit noch stärker auf die Wertschaffung für unsere Aktionäre konzentrieren. Ceconomy ist finanziell stark aufgestellt und für die Zukunft gut gerüstet. Dies wird auch am Markt anerkannt.« Frese verweist dabei auf die Rating Agenturen Moody’s und Scope, die das Unternehmen als Investmentgrade eingestuft hätten.

Zu den Plänen sagte Vorstandsvorsitzender Haas, dass man für die Zukunft bereit sei. Denn: »Wir werden weiter wachsen und die Digitalisierung und die Transformation im Handel vorantreiben. Wir wollen auch eine aktive Rolle in der europäischen Marktkonsolidierung spielen. Wir werden unsere Multichannel-Aktivitäten kontinuierlich ausbauen und unser Dienstleistungsangebot stetig erweitern.« Auf die Frage, welche Unternehmen und in welchen Ländern er sich Zukäufe oder Übernahmen vorstellen könnte, gab sich Haas allerdings noch bedeckt: »Heute sprechen wir über die Geburt, über eine Hochzeit sprechen wir später.«