Bilder von Ingram Micro-Hausmesse »Top 2017«: »Wir sind den Wettbewerbern meilenweit voraus«

Auf seiner erfolgreichen »Top 2017«-Messe stellt Ingram Micro seine erweiterten Kompetenzen aus: Vor allem bei Cloud-Distribution glaubt der Broadliner in einer eigenen Klasse zu spielen. Doch würde das traditionelle Geschäft nicht vernachlässigt, betont Deutschlandchef Ernesto Schmutter.

Nah am Kunden bleiben

Eine immer wichtigere Komponente für alle Geschäftsunternehmungen sei dabei auch die globale Aufstellung des Konzerns: »Auch viele deutsche Unternehmen expandieren sehr stark und Projekt-Roll-outs über die Grenzen hinweg gewinnen enorm an Bedeutung«, berichtet er. Fast 210.000 globale Projekte habe Ingram Micro durchgeführt – davon wurden mehr als die Hälfte über mindestens zwei Länder ausgerollt, zählt er auf. In deutsche Projekte waren immerhin 51 andere Länder einbezogen. »Am Ende kommt alles zusammen: Unsere internationale Aufstellung und logistische Leistungsfähigkeit, unsere Angebotsbreite und Services – wir sind heute schon der beste Partner für die Zukunft der digitalen Transformation.«

Die Frage stellt sich, ob Ingram Micro in seinem Modernisierungsbestreben nicht auch den angestammten deutschen Channelkunden enteilt ist? Schließlich konstatiert auch Cloud-Chef Nimesh Dave den deutschen Partnern und deren Kunden eine »gesunde Skepsis« in punkto Cloud. Jedenfalls vernahm man im Markt mitunter schon ein Murren der Partner, die sich mit der Betreuungsarbeit des Broadliners im traditionellen Distribution nicht ganz zufrieden zeigten. Ernesto Schmutter räumt ein, dass die Umwandlungsphase beim Broadliner dazu führte, dass man zwischendurch viel mit sich selbst beschäftigt war. Mit der letzten Umbauarbeit, der Einführung der BU-Struktur im Volumen-Vertrieb (CRN berichtete) sei man aber wieder ganz nahe an die Kunden gerückt. »Wir haben nicht nur in neue Technologien, sondern auch in neue Mitarbeiter investiert und stellen den Partnern hier nun sehr viel mehr Ressourcen zur Verfügung als noch vor einigen Monaten.« Und man spreche mit den Partnern selbstverständlich auch über das Kerngeschäft - »aber auch über die Digitalisierung, denn das ist der Weg, den wir alle gehen müssen.« Schmutter sieht sich in diesem Jahr voll auf Kurs: »Wir hatten im ersten Quartal einen starken Start ins Jahr und auch der April verlief sehr erfreulich.«