Littlebit übertrifft Umsatzziele: »Wir werden viertgrößter Logitech-Distributor in Europa«

Distributor Littlebit hat europaweit Großes vor mit dem Hersteller Logitech. Aber nicht nur mit diesem Lieferanten. Die Gruppe des Grossisten setzte 2016 im Komponenten- und Peripherie­geschäft knapp 340 Millionen Euro um, in Deutschland etwa 123 Millionen – Tendenz steigend.

Jan Kopmann und Patrick Matzinger
(Foto: CRN)

Ein Jahr ist es her, dass sich Jan Kopmann den Geschäftspartnern als neuer Statthalter der Littlebit Technology GmbH präsentierte. Zur CeBIT vergangenen Jahres trat der »Wunschkandidat« von Patrick Matzinger offiziell seine neue Position als Direktor für Vertrieb, Produktmanagement und Marketing bei dem Distributor an. Und wurde sogleich mit hochgesteckten Erwartungen versehen. »Ich rechne 2016 mit einem Umsatzzuwachs von etwa 20 Prozent für unsere deutsche Gesellschaft«, stellte der Aufsichtsratspräsident und Vorstandschef Matzinger schon mal klar. Kopmann, zuvor bei Nvidia als Senior Sales Manager für die Region DACH zuständig, nahm die Herausforderung an und sehr viele Gespräche mit Kunden und Lieferanten auf. Zumal ihm nach einer Übergangszeit die Geschäftsführung der deutschen Gesellschaft in Aussicht gestellt wurde.

»Wir haben den Umsatz nicht nur um 20 Prozent steigern können, sondern sogar um 34 Prozent«, berichtet Kopmann, mittlerweile Geschäftsführer, im Gespräch mit CRN. Und Matzinger lässt sich, obwohl Littlebit nur den Gruppenumsatz offiziell ausweist, im Verlauf des Gesprächs doch noch auf konkrete Zahlen ein: »In Deutschland betrug der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 123 Millionen Euro.« Das sind immerhin mehr als 36 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe, die mit einem Plus von 27 Prozent etwa 339 Millionen Euro (363 Millionen Schweizer Franken) für 2016 abgeschlossen hat. In Österreich hätte Littlebit das Vorjahresergebnis sogar verdoppeln können, so Matzinger. Und auch in den Benelux-Staaten sei der Start erfolgreich verlaufen. Bei der Frage nach weiterer Expansion in Europa hält sich Matzinger allerdings bedeckt. »Wir haben Anfang dieses Jahres unsere Niederlassung in den Niederlanden, in Utrecht eröffnet. Darüber hinaus haben wir derzeit keine Pläne für andere Länder«, versichert er, schließt aber nicht aus, dass sich dies durchaus schnell ändern könnte. Gleichwohl habe der Distributor mit den Märkten in Deutschland und Belgien gut zu tun. Schließlich sei der Komponenten- und Peripherie-Grossist vor allem an Direktverträge mit den Herstellern interessiert.

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