Überraschendes Aus für die Retro-Konsole: Nintendo stoppt NES Classic Mini

Trotz der großen Nachfrage hat Nintendo überraschend angekündigt, das NES Classic Mini weltweit komplett vom Markt zu nehmen. Während die Preise explodieren, hoffen Fans als Ersatz jetzt auf ein SNES Classic Mini.

Nintendo hat die Produktion der beliebten Retro-Konsole NES Classic Mini eingestellt
(Foto: Nintendo)

Wenige Wochen nach dem überraschenden Verkaufsende in den USA und Japan hat Nintendo jetzt bestätigt, dass das NES Classic Mini weltweit vom Markt verschwinden wird. Die Produktion der beliebten Retrokonsole wurde laut Nintendo bereits eingestellt. Die Entscheidung führt sowohl im Handel als auch bei Gamern zu einiger Verwunderung. Immerhin war der Retro-Mini mit 30 vorinstallierten Spiele-Klassikern erst vergangenen Herbst auf den Markt gekommen und hat sich seither blendend verkauft. Alleine in den ersten Wochen nach dem Start gingen mehr als 1,5 Millionen NES Classic Mini über die Ladentheken. Seither war die Nachfrage stets größer als die Produktionskapazität von Nintendo, wodurch das Gerät durchgehend ausverkauft war.

Diesen Umstand machten sich viele Händler zu Nutze und boten die wenigen verfügbaren Exemplare statt dem Ursprünglichen Preis von 69 Euro für das Drei- bis Vierfache an. Obwohl man für das gleiche Geld schon eine ausgewachsene Spielkonsole der aktuellen Playstation- oder Xbox-Generation bekommt, dürfte der Preis durch den offiziellen Produktionsstopp nun sogar noch weiter nach oben klettern. Schon jetzt finden sich gebrauchte Angebote von bis zu 400 Euro für die insbesondere bei Gaming-Nostalgikern beliebte Mini-Konsole auf den bekannten Online-Marktplätzen im Internet.

Warum das so begehrte Produkt eingestellt wird, erklärt Nintendo bisher nicht. Mögliche Gründe gibt es jedoch zur Genüge. Wahrscheinlich wurde Nintendo selbst vom enormen Erfolg überrascht. Die hohe Nachfrage ist jedoch unter anderem insofern ein Problem, als damit eine zu große hausinterne Konkurrenz zu anderen Produkten wie dem 2DS und 3DS, auf denen Nintendo für jedes der über den Emulator »Virtual Console« nutzbaren und weiterhin gefragten alten Spiele rund fünf Euro verlangt. Das gleiche Problem droht mit der neuen Konsole Switch, deren Verkauf künftig ebenfalls über den Emulator und die nicht nur bei Retro-Gamern beliebten alten Titel befeuert werden soll.

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