Außen- und Zentralumsatz rückläufig: Euronics musste Federn lassen

Das Händlersterben in den CE-Verbundgruppen spürt auch Euronics. Mit neuen Marketingaktionen und der Weiterentwicklung des Cross-Channel-Konzeptes sieht sich die Gruppe jedoch gut gerüstet fürs neue Geschäftsjahr.

(Foto: Euronics)

Vor allem die Neuausrichtung der Marke und die angekündigten Neuerungen beim Online-Marktplatzes hatten die Händler neugierig gemacht, die Anfang April auf das Leipziger Messegelände zum Jahreskongress der Euronics Deutschland kamen. Aber nicht nur die organisatorischen und konzeptionellen Ankündigungen schürten das Interesse, sondern auch das Zahlenwerk zum vergangenen Geschäftsjahr. Und da gab es eine Überraschung:

Weder beim Außenumsatz der Mitgliedsbetriebe noch beim Zentralumsatz der Verbundgruppe konnte Euronics im Geschäftsjahr 2015/2016 wachsen. Zwar betonte Vorstandssprecher Benedict Kober zufrieden die Leistungen seiner etwa 1.400 Mitglieder mit ihren mehr als 1.500 Standorten, indem er auf deren Umsatzzuwachs um 3,1 Prozent je Mitglied hinwies, gleichwohl aber zählte der Verbund zum Vorjahr sowohl weniger Mitglieder als auch Standorte. Im Geschäftsjahr 2014/2015 gehörten ihm noch 1.498 Mitglieder mit 1.718 Standorten an. So wundert es nicht, dass der Außen-umsatz trotz gestiegener Leistung der Händler in Summe hinter dem des Vorjahres zurückblieb: 2014/2015 waren es 3,45 Milliarden Euro, im abgeschlossenen Geschäftsjahr 3,3 Milliarden Euro.

Ebenso rückläufig entwickelte sich trotz diverser Zuwächse in einzelnen Segmenten der Zentralumsatz der Gruppe. Mit 1,43 Milliarden Euro könne Euronics, so Kober, als Europas größte Verbundgruppe durchaus zufrieden sein. Gleichwohl lag das Umsatzvolumen im Vorjahr bei 1,5 Milliarden Euro. Dass der Gesamtzentralumsatz rückläufig war, begründet der Vorstandssprecher unter anderem mit der »Aufgabe des Geschäftsbereichs Consumer Electronics eines großen Mitglieds«. Bereinigt um diesen Faktor habe die Gruppe ihr Vorjahresergebnis knapp halten können.

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