Nachhaltiges Wachstum durch frugale Innovation: Alltagstaugliche Produkte statt Statussymbole

Kosten und Nutzen optimieren, Komplexität reduzieren: Beim Thema »frugale Innovation« geht es nicht um bahnbrechende Neuheiten, sondern um optimierte, bedarfsgerechte Produkte mit denen IT-Unternehmen neue Märkte und Kundengruppen erschließen können.

(Foto: Fotolia 135855030 sdecoret)

Es gilt als das Paradebeispiel für Innovation: Das iPhone. Ein High-Tech-Gerät mit unzähligen Funktionen. Telefon, Kamera, Postfach, Musikanlage, Supermarkt, Buchhandlung und vieles mehr in einem – schlank und flach, edel anzusehen, hochwertig und hochpreisig. Dagegen wirkt beispielsweise das »EmporiaSMART« eher altbacken: Extra große Symbole auf der Bedienoberfläche, ein zusätzliches Tastencover, die integrierte Notruffunktion sind die Besonderheiten des Seniorenhandys des österreichischen Herstellers Emporia. Nichtsdestotrotz ist es ebenfalls ein Paradebeispiel für frugale Innovation.

Fakt ist: Noch nie hat sich der globale Markt so rapide verändert, noch nie gab es so viele Wettbewerber, auch aus aufstrebenden Wachstumsmärkten. Deutsche Familienunternehmen und Mittelständler setzt das zunehmend unter Druck – in punkto Technologie und Preis. Eine mögliche – wenn nicht sogar die – Antwort darauf ist frugale Innovation.

Dafür lohnt es sich, die neuen Wachstumsmärkte genauer anzuschauen. Denn genau dort, in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Indien, entstanden die ersten frugalen Innovationen. Der Begriff »frugal« leitet sich vom Lateinischen »frugalis« ab, es bedeutet »einfach, sparsam, nutzbar«.