Intel-Chef Christian Lamprechter im CRN-Interview: »AI bietet jede Menge Geschäftschancen auch für den Channel«

Künstlichen Intelligenz wird sich in den kommenden Jahren zu einem Milliardengeschäft entwickeln. Der Chip-Riese Intel ist bei der Forschung und Entwicklung ganz vorne mit dabei. Im Gespräch mit CRN erläutert Christian Lamprechter, Geschäftsführer Intel Deutschland, welches Potenzial das Thema für Intel und seine Partner bereithält.

Intel-Geschäftsführer Christian Lamprechter auf dem AI Day in München
(Foto: Michaela Wurm/CRN)

CRN: Ist Artificial Intelligence (AI) tatsächlich die nächste große Welle im Computing, wie Intel-CEO Brian Krzanich erklärt hat, und warum?

Lamprechter: Die Frage kann ich mit einem ganz klaren „Ja“ beantworten: Artificial Intelligence (AI) wird definitiv Computing, wie wir es heute kennen, mehr als nur nachhaltig verändern. Der weltweite Datenverkehr steigt rasant und wird komplexer. Im Jahr 2020 wird jeder Nutzer täglich 1,5 GByte Daten pro Tag produzieren, jedes autonome Fahrzeug gar 4.000 GByte. Künstliche Intelligenz (KI) ist der Schlüssel, um Big Data und das Internet der Dinge (IoT) in sinnvolle, verwertbare Ergebnisse umzuwandeln, die der Weiterentwicklung von Ökonomie und Gesellschaft zugutekommen.

Wir haben den Anspruch, Motor im Bereich Künstlicher Intelligenz sein, und treiben diesen mit innovativen Entwicklungen voran. Bereits heute beträgt das weltweite Marktvolumen weit über 600 Millionen US-Dollar. Bis 2022 soll der Markt laut den Marktforschern von Research and Markets oder Tractica schon mehr als 16 Milliarden US-Dollar ausmachen – ein massiver Aufschwung, der sich so erklären lässt: Das Internet der Dinge wird bis zum Jahr 2020 aus rund 50 Milliarden vernetzten Geräten bestehen. Jedes dieser Geräte erzeugt Daten, und lediglich ein Bruchteil dieser Daten dürfte für sich genommen wertvoll sein. Der Löwenanteil muss konsolidiert, in einen Zusammenhang gebracht und analysiert werden. Das ist die perfekte Aufgabe für künstliche Intelligenz. Zudem wächst die Anzahl an KI- Anwendungen im Endkunden Segment, wie beispielsweise die Spracherkennung, schon jetzt sprunghaft an.

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