Smartphones & Tablets: Mobilgeräte für die Digitale Transformation

Smartphones und Tablets gewinnen im Business-Umfeld an Bedeutung. Für mobile Lösungen in einer Vielzahl von Branchen werden die Devices immer stärker zum bevorzugten Frontend-Gerät.

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Gerade einmal zehn Jahre ist es her, dass Apple mit seinem iPhone den Startschuss für den bis heute andauernden Smartphone-Hype abgegeben hat. Noch jünger ist die Belebung der bis dahin nur ein Nischendasein fristenden Tablet-Kategorie durch das iPad.

Vor allem die Nachfrage von privaten Endnutzern bescherte Smartphones und Tablets danach viele Jahre lang explodierende Verkaufszahlen. Diese Rekorde sind mittlerweile Geschichte. Speziell in den westeuropäischen Ländern sind die Märkte gesättigt, weil nahezu jeder Nutzer ein Smartphone hat. Das gilt auch für den deutschen Markt, wie die aktuellen Zahlen des Branchenverbandes Bitkom belegen.

Danach nutzen heute 54 Millionen Deutsche (78 Prozent) ein internetfähiges Mobiltelefon. Seit 2012 hat sich der Nutzeranteil damit mehr als verdoppelt. »Innerhalb nur eines Jahrzehnts ist das Smartphone von einem Nischenprodukt für Geschäftsleute und Technik-Nerds zu einem unverzichtbaren Begleiter im Alltag fast aller Menschen geworden. So schnell hat sich bislang keine andere Technologie verbreitet«, sagt Hannes Ametsreiter, Mitglied des Bitkom-Präsidiums.

Das bedeutet aber auch, dass weniger Geräte gekauft werden. In Deutschland sollen es laut Bitkom in diesem Jahr 24,8 Millionen Smartphones sein, ein Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz mit Smartphones in Deutschland wird 2017 voraussichtlich mit 10,1 Milliarden Euro (plus 1,5 Prozent) auf hohem Niveau stagnieren.

Der ebenfalls stark von der Consumer-Nachfrage getriebene Tablet-Markt schrumpft dagegen schon seit einigen Jahren wieder. Das belegen auch die Verkaufszahlen der deutschen Distribution, die das Marktforschungsinstitut Context ermittelt. Standen Tablets im Weihnachtsgeschäft 2014 noch weit oben auf der Wunschliste der Privatverbraucher, ging der Absatz 2015 und 2016 kontinuierlich zurück, berichtet Context-Analystin Marie-Christine Pygott. Sie nennt gleich mehrere Gründe für die nachlassende Kaufbegeisterung. Käufer von hochwertigen Geräten würden diese nicht so schnell durch neue ersetzen. Dies hätte zu Produktlebenszyklen geführt, die wesentlich länger sind, als zunächst von den Herstellern angenommen. Billige Tablets hielten dagegen oft nicht, was sie versprächen. Deren Nutzer würden beim Neukauf dann doch lieber zu einem traditionellen Laptop greifen. Immer mehr Verbraucher würden zudem ihre Tablets nicht durch ein neues Tablet, sondern durch ein Smartphone mit größerem Display oder durch ein Hybridgerät ersetzen.