Abschied vom Tick-Tock: Das bringen Intels Kaby Lake-CPUs

Mit der siebten Generation seiner Core i-Prozessoren geht Intel neue Wege und gibt das Tick-Tock-Schema auf. Während sich der Leistungszuwachs bei den Topmodellen in Grenzen hält, machen vor allem die günstigen Pentiums einen großen Schritt nach vorne.

Roadmap

(Foto: Intel)

Nach dem bisherigen Stand der Roadmap, der in weiten Teilen auf Insiderinformationen beruht, wird Intel noch in diesem Jahr ein Refresh für die Kaby Lake-Prozessoren bringen. Entgegen ersten Plänen wird es damit allerdings wohl noch keine Vierkern-CPUs für Ultrabooks geben. Dafür könnte das neue Stepping die fehlenden HDMI 2.0- und USB 3.1-Fähigkeiten nachliefern.

Zudem werden im Sommer oder Herbst die X-Varianten von Skylake und Kaby Lake für den High-End-Sockel LGA 2066 erwartet. Während Skylake X mit bis zu zehn Kernen aufwartet, werden die ersten Kaby Lake X-Modelle mit vier Kernen in weiten Teilen einer stärkeren Variante der normalen S-CPUs für Desktops entsprechen. Allerdings liegt ihr TDP mit bis zu 140 Watt deutlich höher. Auch hier schlägt Intel also einen neuen Weg ein. Statt wie bisher immer um eine Generation versetzt, kommen zumindest für den Einstiegsbereich einige Kaby Lake X-Varianten schon wesentlich früher.

Als nächstes steht dann Anfang 2018 als achte Core i-Generation »Coffee Lake« auf dem Plan. Dabei wird es sich um eine überarbeitete Architektur im »14nm++«-Verfahren handeln, mit der dann auch die ersten Sechskern-Prozessoren von Intel in diesem Segment Einzug halten sollen. Parallel dazu oder kurz darauf steht dann mit »Cannon Lake« die nächste Schrumpfung auf 10nm an. Den Anfang werden hier die Zweikern-CPUs im unteren Preis- und Leistungs-Segment machen. Eine wirklich neue Architektur wird es aller Voraussicht nach erst in zwei Jahren mit »Ice Lake« geben.