Abschied vom Tick-Tock: Das bringen Intels Kaby Lake-CPUs

Mit der siebten Generation seiner Core i-Prozessoren geht Intel neue Wege und gibt das Tick-Tock-Schema auf. Während sich der Leistungszuwachs bei den Topmodellen in Grenzen hält, machen vor allem die günstigen Pentiums einen großen Schritt nach vorne.

Chipsätze

Die neuen Chipsätze für die Kaby Lake-Prozessoren reichen vom B250 über Q270 und H270 bis zum Topmodell Z270, der das Übertakten der Topmodelle mit freiem Multiplikator (Suffix »K«) unterstützt und 24 statt der beim Vorgänger verfügbaren 20 PCI-Express-Leiterbahnen bietet und damit auch bestens für den Einsatz von bis zu zwei der schnellen M.2-SSDs gerüstet ist. Beim Vorgänger Z170 musste man sich hingegen auf den meisten Mainboards mit nur einem M.2-Slot begnügen. Damit bietet er aber noch ähnlich viele Möglichkeiten wie die anderen aktuellen Chipsätze, bei denen man auf einige Anbindungen sowie teils auch Funktionen verzichten muss. Der neue Chipsatz C422 ist Workstations und kleinen Server mit Kaby Lake Xeon-CPUs wie der E3-1205 v6 vorbehalten.

Da Intel dem Sockel LGA 1151 treu geblieben ist, sind die Kaby Lake-Prozessoren unter kleineren Einschränkungen zumindest nach einem Bios-Update auch mit vielen älteren Mainboards und Chipsätzen kompatibel. Allerdings nur unter Windows 10, da Intel keine Grafiktreiber für Windows 7 mehr zur Verfügung stellen will. Aufgrund dieser Einschränkung und der geringen Vorteile zu den Vorgängern, werden die meisten Aufrüster aber wohl vorerst weiterhin hauptsächlich zu den Skylake-CPUs greifen – zumindest, solange diese noch günstiger sind, als ihre Nachfolger.