Abschied vom Tick-Tock: Das bringen Intels Kaby Lake-CPUs

Mit der siebten Generation seiner Core i-Prozessoren geht Intel neue Wege und gibt das Tick-Tock-Schema auf. Während sich der Leistungszuwachs bei den Topmodellen in Grenzen hält, machen vor allem die günstigen Pentiums einen großen Schritt nach vorne.

Modellpflege

(Foto: Intel / CRN)

In den drei Core i-Varianten 3, 5 und 7 sind die neuen Prozessoren wie üblich an der vorangestellten »7« für die siebte Generation in den Modellnummern zu erkennen. Weitere Spezialeigenschaften werden über nachgestellte Buchstaben markiert (siehe Bild). Das Topmodell ist der Desktop-Reihe ist der Core i7-7700(K), der im Gegensatz zu den kleineren und ebenfalls mit vier Kernen bestückten i5-Modellen auch Hyperthreading (HT) unterstützt. Die i3-CPUs bringen nur zwei Kerne mit, werden aber alle durch HT beschleunigt. Erstmals gibt es mit dem Core i3-7350K auch in dieser Reihe eine CPU mit freiem Multiplikator. Für preisbewusste Gamer ist er dennoch nur sehr bedingt geeignet, diese werden eher zu den größeren Schwestermodellen der i5-Reihe greifen.

Den wohl größten Leistungssprung spendiert Intel allerdings überraschenderweise den günstigeren Pentium-Modellen (»G4«), die für Office- und Heim-PCs gedacht sind. Dank HT können nun auch diese Zweikerner vier Threads gleichzeitig bearbeiten und werden damit spürbar agiler. Damit bieten die mit der HD 610-Grafik bestückten CPUs nun für Standard Office-PCs eine echte Alternative zu den i3-Einstiegsmodellen.

Im Notebook-Segment führt der Core i7-7920HQ die Riege an, dessen TDP mit 45 Watt noch unter den normalen i3-Modellen liegt. Die CPUs mit Iris Plus 650 kommen hier sogar auf nur 28 Watt. Noch niedriger ist die Verlustleistung bei den Prozessoren für Ultrabooks, die meist fest verlötet sind und mit einer passiven Kühlung auskommen müssen. Sowohl bei den Modellen mit Iris Plus 640, als auch mit HD 620 liegt sie nur bei 15 Watt. Die Y-Modelle für Tablets kommen auch dank der HD 615-Grafik mit 4,5 Watt aus. Da bei ihnen das Präfix »m« wieder wegfällt, ist hier zusätzliche Beratungsleistung im Verkauf von Notebooks gefragt, damit die Kunden auch wirklich bekommen, was sie wollen. Für mobile Workstations gibt es derzeit die beiden neuen Modelle Xeon E3-1535M v6 und E3-1505M v6, die trotz ihrer hohen Leistungsfähigkeit eine TDP von nur 45 Watt vorweisen sollen, also ähnlich viel wie die mobilen Core i5 und i7 Modelle.